8.03.2021 I Bereich: Ernährung

Vegane Hackbällchen von Iglo “Green Cuisine” im Test

Aus der Serie “Green Cuisine” von Iglo haben wir die vegetarischen Hackbällchen ausgetestet, die vegan sind und auch mit einem vegan Siegel gekennzeichnet sind. Weshalb Iglo sie als vegetarisch und nicht vegan bezeichnet, ist uns nicht klar, eines ist aber sicher: sie sind ausgesprochen lecker 🙂 Das Produkt ist rundum stimmig, sowohl Geschmack als auch Inhaltsstoffe, Nährwerte, Verpackung und Zubereitung. Dazu alle Details in nachfolgendem Erfahrungsbericht.

Aus was sind die veganen Hackbällchen von Iglo gemacht?

Hauptzutat ist Erbsenprotein, das 73 % der Hackbällchen in rehydrierter Form ausmacht. Desweiteren sind Rapsöl, Erbsenmehl, Bambusfaser, natürliches Arome, Tomatenmark, Methylcellulose (als Stabilisator), Gerstenmalzextrakt, Salz, Knoblauchpulver, Erbsenfaser, Hafervollkornmehl, Kräuter, Zwiebel, Stärke, Rosmarinextrakt, Tomatenpulver, Champignonpulver, Zwiebelpulver. Hört sich alles recht natürlich an, ist es auch. Selbst bei der Methylcellulose handelt es sich um ein pflanzliches, kein chemisches Produkt. Im Übrigen kommt kein Soja zum Einsatz – auch sehr gut.

Inhaltsstoffe der Green Cuisine Hackbällchen

Durch die Hauptsubstanz Erbsen, fallen insbesondere die hohen Eiweißwerte auf, was durchaus als ein positiver Nebeneffekt angesehen werden kann. Im Detail kommen auf 100 Gramm vegane Hackbällchen von Iglo 15 Gramm Fett (davon 1,3 gesättigte Fettsäuren), 4 Gramm Kohlehydrate (davon 0,9 Gramm Zucker), 4,7 Gramm Ballaststoffe, 16 Gramm Eiweiß und 1,5 Gramm Salz. Zusammen ergibt das 224 kcal auf 100 Gramm. Diese Inhaltsstoffe sind top. Kaum Zucker, sehr wenig Kohlehydrate, viele Ballaststoffe, noch mehr Eiweis und sogar noch 4,48 Milligram Eisen. Verglichen mit Billigfleisch aus dem Discounter, das mit allerlei Chemie versetzt ist (durch die einseitige Ernährung der Tiere und Medikamente, die sie bekommen), ein weitaus gesünderes pflanzliches Gericht, das mit Spitzenwerten überzeugt.

Was kosten die vegetarischen Hackbällchen von Iglo? Und wie viel ist drin?

Insgesamt sind 12 tiefgefrorene, mittelgroße Hackbällchen enthalten. Das ergibt insgesamt 240 Gramm. Wir haben die Bällchen im Supermarkt EDEKA gekauft, dort kosteten sie 3,29 Euro. Wir finden den Preis absolut angemessen, da die Bällchen sehr sättigend sind, aber dazu später mehr. Ggf. kommt dem ein oder anderen der Preis relativ hoch vor. Das liegt aber nur daran, dass echte Fleischprodukte viel zu billig verkauft werden. Eine traurige, seit Jahren bestehende Tatsache in Deutschland. Verglichen aber mit einer Tiefkühlpizza, die auch zwischen zwei und vier Euro kostet, erscheint der Preis wiederum sehr in Ordnung. Immerhin handelt es sich um ein weitaus gesünderes TK-Produkt.

Wie verpackt Iglo seine Hackbällchen?

Ganz einfach und schlicht, in bedrucktem Karton. Keine Plastikfolie, keine anderen unnötigen Verpackungsmaterialien – hier kann man nur sagen: Super – alles richtig gemacht und bitte mehr davon!

Wie werden die veganen Hackbällchen von Green Cuisine zubereitet?

Wir haben die Zubereitungsart in der Pfanne gewählt. Einfach die gefrorenen Hackbällchen in einer Pfanne mit etwas Pflanzenöl bei mittlerer Hitze (wir wählten Stufe 6 von 9) ca. 13 Minuten braten. Dabei immer wieder vorsichtig wenden. Alternativ können sie auch im Backofen zubereitet werden. Laut Verpackungsangabe den Backofen auf 200 Grad bei Ober- und Unterhitze oder bei 180 Grad bei Umluft für 13 bis 15 Minuten in den Ofen geben und backen. Wir gehen davon aus, dass die Bällchen genauso gut schmecken, jedoch das Äußere nicht knusprig wird. Was uns zum nächsten Punkt bringt. Dem Geschmack.

Wie schmecken Iglos vegetariche Hackbällchen?

Wir haben den Geschmackstest ohne Beilage, Sauce oder Ähnliches gemacht, um wirklich nur das Produkt zu schmecken. Zuerst fällt die Konsistenz positiv auf: die Bällchen sind sehr fluffig und leicht; sie sind mit selbst gemachten Frikadellen zu vergleichen. Das Äußere ist leicht knusprig, sobald es aber in Berührung mit Feuchtigkeit kommt (z. B. durch Gemüse oder Sauce) verschwindet das Knusprige. Das Gefühl im Mund und auf der Zunge ist kaum von echtem Fleisch zu unterscheiden, hinzu kommen die gut ausgewählten, sehr stimmigen und harmonischen Gewürze, die im ersten Moment einen eindeutigen Fleischgeschmack vermitteln. Auch können wir feine Röstaromen schmecken. Absolut gelungen unserer Meinung nach und einem nicht veganen Gericht sehr Nahe. Konzentriert man sich darauf, schmeckt man im Nach- und Abgang eine pflanzliche Note, die aber den Gesamteindruck nicht beeinträchtigt. Wir sind uns relativ sicher, dass mindestens 50 % der “Vegan-Skeptiker” (wenn sie Iglos vegetarische Hackbällchen innerhalb eines gut zubereiteten Gerichts essen) keinen Unterschied schmecken – und wenn sie es nicht wissen. Auch die Optik ist mehr als überzeugend. Nur die äußere Hülle würde bei selbst gemachten Fleischbällchen weniger homogen aussehen, sondern eher unruhig und mit für Fleischprodukte typischen Bratstellen. Wir finden sie jedenfalls lecker und ihr sollet sie ausprobieren 🙂

Fazit und Rezeptidee:

Ein tolles Produkt, das schnell zubereitet ist, super lecker schmeckt, zum Abnehmen und für Sportler sehr geeignet ist, auch “Vegan-Skeptiker” überzeugen kann und vielfältig einsetzbar ist. Wir haben die veganen Hackbällchen mit Brokoli-Tomaten-Gemüse gegessen, dazu Hirse und vegane Bratensauce. Eine deutsch-mediterrane Eigenkreation, die aber sehr ausgewogen ist. Dieses sehr kalorienarme Gericht sättigt sehr schnell, was auf die vegetarischen Bällchen zurückzuführen ist. Mehr als fünf Bällchen (als Frau) oder sieben Bällchen (als Mann) konnten wir nicht essen. Aus diesem Grund ist der Preis für zwölf vegetarische Hackbällchen absolut in Ordnung, da man locker satt wird. Ansonsten können die Bällchen in Wraps, orientalischen, mediterranen oder typisch deutschen Gerichten mit Nudeln und Sauce zum Einsatz kommen. Einen Nebeneffekt, möchten wir euch nicht vorenthalten: das hauptsächlich aus Erbsen bestehende Produkt, regt die Verdauung und Darmtätigkeit an. Wer hier empfindlich reagiert, sollte die Bällchen nicht unbedingt beim ersten Date servieren, da der Darm spürbar aktiv arbeitet. Ebenso ist es nicht empfehlenswert die Bällchen sehr spät zu essen, da durch die Prozesse im Darm die Schlafqualität negativ beeinflusst werden kann.


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