1.02.2021 I Bereich: Ernährung

Test/Erfahrung vegane Schnitzel von Rügenwalder Mühle

Wie schmecken die veganen Mühlen Schnitzel? Wie bekömmlich sind Sie? Mit welchen Inhaltsstoffen sind sie zubereitet? Und wie liegen sie preislich? Wir haben es für euch getestet. Vorab können wir aber gleich sagen, sie schmecken verdammt lecker und sind eigentlich nicht von regulären Schnitzel, die man im Supermarkt kaufen kann, zu unterscheiden. Also für alle diejenigen, die veganen Produkten skeptisch gegenüberstehen: Traut euch, diese veganen Schnitzel werden auch euch begeistern 🙂 Wir alle müssen mithelfen den Klimawandel und die grausame, ausbeuterische Massentierhaltung zu stoppen. Ein wichtiger Schritt hierbei: Weniger Fleisch, mehr Pflanzen essen!

Aus was sind die veganen Mühlen Schnitzel von Rügenwalder Mühle gemacht?

Die pflanzlichen Schnitzel kommen mit relativ wenig künstlichen Zusatzstoffen aus – sehr positiv. Zu den Hauptzutaten zählen Trinkwasser, Weizenmehl, Sojaproteinkonzentrat, Rapsöl, Weizengluten und Kochsalz. Ferner sind Verdickungsmittel in Form von Methylcellulose, Brantweinessig, Maismehl und Weizenstärke enthalten. Den Geschmack erhalten die veganen Mühlenschnitzel durch natürliche Aromen, Zucker, Gewürze und Hefe. Kauft man ein bereits paniertes Fleisch-Schnitzel im Supermarkt, kommt auch dieses im Übrigen nicht ganz ohne Chemie aus. Die Panade lieben wir alle knusprig und das geht als Fertigprodukt wohl nicht ohne Zusatzstoffe.

Über welche Nährwerte verfügen die veganen Schnitzel?

100 Gramm vegane Mühlen Schnitzel enthalten 220 kcal, jedoch ohne das Fett, welches man in der Pfanne zum Braten benötigt. Wer sie im Backofen ohne Zugabe von Öl zubereitet, kommt natürlich auf die angegebenen Nährwerte. In den 100 Gramm sind 12 Gramm Fett (davon 1 Gramm gesättigte Fettsäuren, 7,5 Gramm einfach ungesättigte Fettsäuren und 3,5 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren), 10,5 Gramm Kohlenhydrate (davon 1,7 Gramm Zucker und 8,8 Gramm Stärke) sowie 3,2 Gramm Ballaststoffe, 16 Gramm Eiweiß und 1,8 Gramm Salz enthalten. Besonders positiv fällt die hohe Anzahl der einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren an, die dem Körper ja sehr zuträglich sind, sowie der hohe Eiweiß-Gehalt. Viele Fleischliebhaber argumentieren ja häufig, dass vegane Produkte nicht das notwendige Eiweiß liefern. Mit diesem Produkt kann man das deutlich widerlegen. Nährwerte demnach: Ausgezeichnet!

Warum ist es wichtig, sich mehr vegan zu ernähren?

Eine Ernährungsform, die vegan ausgerichtet ist, schenkt Tieren Freiheit und reduziert den CO2-Ausstoß immens. Warum? Mehr dazu…

Was kosten die veganen Mühlen Schnitzel und wie viel ist drin?

In der gefrorenen Packung vegane Mühlen Schnitzel von Rügenwalder Mühle sind zwei Schnitzel enthalten. Eines davon wiegt 90 Gramm. Insgesamt sind es 180 Gramm. Als Frau mit Beilage wird man mit einem Schnitzel auf jeden Fall satt. Männer essen vermutlich lieber alle beide 🙂 Aufgrund der geringen Kalorienanzahl aber auch ok. Preislich liegen die veganen Mühlenschnitzel bei 2,79 Euro – gekauft bei Lidl. Schnitzel aus Fleisch sind leider häufig billiger. Dennoch finden wir den Preis für die veganen Schnitzel absolut in Ordnung. Das Problem ist, dass Fleischprodukte (vor allem in Discounter) viel zu billig sind. Doch mit jeder Kaufentscheidung können Verbraucher den Produzenten und Händler mitteilen, was sie möchten. Weniger Fleisch sänkt die Nachfrage > sänkt die Produktion > hilft die Massentierhaltung und den Klimawandel einzudämmen. Jeder kann mitmachen, jeder kann helfen.

Verpackung der veganen Mühlen Schnitzel

Hier kann man nur sagen: Top. Top. Top. Und Bravo! Kein Plastik. Es geht doch 🙂 Diese beiden veganen Schnitzel aus der Tiefkühltruhe sind lediglich in einem Karton verpackt.

Hier einige Impressionen vom veganen Schnitzel von Rügenwalder Mühle

Wie werden die veganen Mühlen Schnitzel zubereitet?

Auf der Verpackung werden zwei Optionen angegeben: In der Pfanne und im Backofen. Da wir die Panade knusprig lieben, kommt nur die Zubereitung in der Pfanne mit Öl in Frage 😉 Die veganen Schnitzel einfach aus dem Gefrierschrank nehmen, ein wenig Pflanzenfett (z. B. Sonnenblumenöl) in die Pfanne und erhitzen. Gefroren kommt das Schnitzel in die mittel-heiße Pfanne (wir haben Stufe 6 von 9 gewählt) und dann bruzelt es leise vor sich hin. Fünf Minuten auf jeder Seite bei sechs Mal wenden. Und fertig. Im Ofen kann man die veganen Schnitzel von Rügenwalder Mühle ebenfalls zubereiten, hier den Backofen einfach bei 180 Gramm auf mittlerer Schiene für 20 Minuten backen. Es ist aber anzunehmen, dass sie aus der Pfanne einfach leckerer sind.

Wie schmecken die veganen Schnitzel von Rügenwalder Mühle?

Kurzum: Einfach toll. Die Panade ist sehr knusprig und geschmacklich ausreichend gewürzt. Die Konsistenz und Bissfestigkeit ist nicht von einem normalen Schnitzel aus Fleisch zu unterscheiden. Auch ohne Panade kann man kaum einen Unterschied wahrnehmen; die veganen Schnitzel sind sehr ausgewogen und man hat wirklich das Gefühl, echtes Fleisch zu essen. Im Abgang gibt es (ohne Panade) einen ganz kurzen Moment, in dem man etwas “Pflanze” schmeckt, dies aber nur, wenn man sich wirklich darauf konzentriert und versucht, die “Pflanze” herauszuschmecken bzw. einen Unterschied zum Fleischprodukt auszumachen. Auch optisch muss man schon sehr genau hinsehen, um einen Unterschied zum normalen Schnitzel zu erkennen. Vergleichbar mit Omas selbstgemachten, handgeklopften Schnitzel ist es nicht unbedingt, da diese ja viel dünner sind und die Panade sich fluffig leicht und knusprig mit Blasen um das Fleisch legt. Jedoch ist dieses vegane Schnitzel für ein Fertigprodukt ausgezeichnet und unserer Meinung nach wesentlich besser, als das traurige Billigfleisch-Schnitzel (ebenfalls bereits fertig paniert) aus dem Discounter.

Unsere Meinung zum veganen Schnitzel (gefroren):

Auf jeden Fall kaufen, testen und genießen. Ein einfaches Fertigprodukt, das relativ gesund ist, preislich in Ordnung und super schmeckt. Ein tolles Einstiegs-Gericht für Skeptiker, das unter Garantie überzeugt.

Hier noch einige Bilder von der Zubereitung des veganen Mühlenschnitzels:


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