7.11.2021 I Bereich: Ernährung

Wie schmeckt das vegane Gehackte von Vegini?

Zwischenzeitlich gibt es einige Hersteller auf dem Markt, die veganes Hack verkaufen. Also ein Hackfleisch-Imitat aus Pflanzen. Zum Beispiel Iglo, Rügenwalder Mühle, Endori, Garden Gourmet etc. Wir haben das pflanzliche “Gehackte” von Vegini getestet. Es unterscheidet sich insbesondere anhand seiner Zutaten vom Hack der anderen Hersteller. Es ist nämlich, wie alle Produkte von Vegini auf Basis von Erbsenprotein hergestellt. Wir haben vor einigen Monaten bereits die veganen Cevapcici von Vegini auf Erbsenbasis getestet und waren ziemlich begeistert. Daher waren wir nun umso mehr auf das vegane “Hackfleisch” gespannt, das ebenfalls aus Erbsen hergestellt wird. In nachfolgendem Erfahrungsbericht lest ihr alles zu Kalorien, Geschmack, Konsistenz, Zubereitung, Nährwerte, Preis, Verpackung usw.

Aus welchen Zutaten wird das vegane Hack hergestellt?

Hauptbestandteil ist Erbsenprotein, was wir als sehr positiv einstufen. Nachfolgend die genaue Zutatenliste:

  • Trinkwasser
  • Erbsenprotein (stammt aus Frankreich, Belgien und Dänemark)
  • Kokosöl
  • Zwiebel
  • Stabilisator
  • Methylcellulose
  • Erbsenfaser
  • Weingerstessig
  • Ahornsirup
  • geräuchertes Salz (Salz und Rauch)
  • Kartoffelstärke
  • Gewürze
  • rote Beete Pulver
  • Karamellzuckersirup
  • Sonnenblumenöl
  • Zitronensaftkonzentrat
  • Gewürzextrakt

Es braucht zwar relativ viele Zutaten, um dieses vegane Fertigprodukt herzustellen, dennoch finden wir die Liste in Ordnung. Bis auf den Stabilisator und die Methylcellulose, sind keine Inhaltsstoffe enthalten, die wir kritisch finden. Alles relativ natürlich – so natürlich als möglich, für ein industriell gefertigtes Produkt. Hier spielt es übrigens auch keine Rolle, ob das vegan ist oder nicht, denn es gibt genügend tierische Fertigprodukte, die ebenfalls sehr viel Chemie, Stabilisatoren und “Eeesss” enthalten. Das vegane Hack von Vegini ist völlig in Ordnung. Zumal auch kein Soja enthalten ist. Weitere Pluspunkt, dieses vegane Hack ist auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet.

Nährwerte und Kalorien des pflanzlichen Hack von Vegini:

Wer sich mit Pflanzen auskennt weiß, dass Erbsen von Natur aus sehr viel Eiweiß enthalten. Dies macht sich der Hersteller zu Nutze, denn auch echtes tierisches Hack verfügt über einen sehr hohen Eiweißgehalt. So auch das Imitat von Vegini.

Nachfolgend die Nährwerte im Detail:

  • Fett: 18
  • davon gesättigte Fettsäuren: 16
  • Kohlenhydrate: 5,7
  • davon Zucker: 1,5
  • Ballaststoffe: 5,3
  • Eiweiß: 20
  • Salz: 1,5

Wow, wenn das nicht mal eine kleine Eiweißbombe ist. 20 Gramm Eiweiß auf 10 Gramm – das ist wirklich gut. Ebenso toll ist der recht hohe Ballaststoffanteil. 100 Gramm enthalten übrigens 274 kcal. Zum Vergleich, echtes gemischtes Hackfleisch kommt auf 220 kcal auf 100 Gramm. Also etwas weniger, dafür enthält es aber auch im Durchschnitt nur 17,5 Gramm Eiweiß. Wir finden die Nährwerte dieses veganen Produkts sehr gut!

Warum ist es wichtig, sich mehr vegan zu ernähren?

Eine Ernährungsform, die vegan ausgerichtet ist, schenkt Tieren Freiheit und reduziert den CO2-Ausstoß immens. Warum? Mehr dazu…

Was kostet das vegane Hack auf Basis von Erbsenprotein? Und wie viel ist drin?

In der Schale sind 200 Gramm veganes Gehacktes enthalten. Es kostet 2,99 Euro bei REWE. Zugegeben, das ist ein recht stolzer Preis. Insbesondere, da man z. B. für eine schöne vegane Bolognese Sauce schon 400 bis 600 Gramm Hack benötigt. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass wir seit Jahren an Billig-Fleisch-Preise gewöhnt sind und ein tierisches Produkt niemals günstiger sein dürfte, als ein pflanzliches. Wir können hier aber schon vorgreifen, der Preis in Höhe von 2,99 Euro ist völlig gerechtfertigt, wenn man auf Geschmack und Konsistenz eingeht. .

Wie sind Vegini Hack aus Pflanzen verpackt?

Wie auf den Bildern bereits zu sehen, leider in Plastik. Es handelt sich dabei u eine sehr einfache Plastikschale, die mit einer Folie verschlossen ist. Auf der Folie ist das Logo sowie die Produktbeschreibung aufgedruckt. Auf der Rückseite der Schale finden wir einen simplen Aufkleber, der Angaben zu Nährwerte, Inhaltsstoffe, Zubereitung und Herkunft enthält. Ob dieses vegane Hack auch eingefroren werden kann, werden wir noch testen. Gefroren könnte es nämlich auch im Karton, ohne Plastikverpackung verkauft werden. Es wäre wünschenswert.

Einige Bilder des veganen Produkts

Wie wird das Hack zubereitet?

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Pfanne erhitzen, etwas Pflanzenöl reingeben. Das Hack sollte bei mittlerer Stufe gebraten werden, für ca. 3 bis 5 Minuten. Man gibt das gesamte Stück einfach in die Pfanne und zerkleinert es mit einem Kochlöffel während des Bratens. Man könnte es natürlich auch zuvor schon mit einem großen Küchenmesser zerteilen, dieser Zwischenschritt muss aber nicht sein, da es auch wunderbar in der Pfanne klappt. Im Gegensatz zu echtem Hackfleisch, muss das vegane Hack nicht so stark gewürzt werden. Wir haben aber schon Salz während des Bratvorgangs dazu gegeben und auch immer wieder probiert. Und da war die Überraschung schon groß…

Wie schmeckt Veginis veganes Gehacktes?

Toll! Zuerst einmal nimmt man die klasse Konsistenz im Mund war. Das vegane Hack von Vegini ist sehr bissfest und fühlt sich exakt so an wie echtes Hackfleisch. Das erzeugt schon mal den ersten Wow-Effekt und macht Lust auf mehr. Als zweites nimmt man diesen leichten und ganz dezenten Pflanzenmoment im Mund war, der verrät, das ist kein echtes Fleisch. Danach entfaltet sich jedoch ein sehr schöner Geschmack, der ausgewogen und rund ist und echtem Hack aus Schwein und/oder Rind sehr Nahe kommt. Wir finden – im Vergleich zu anderen Herstellern – die Ähnlichkeit zum tierischen Originalprodukt am Größten. Hat man es in der Pfanne erst mal klein gekriegt, sieht auch die Optik annähernd so aus, wie man es von Hack gewöhnt ist. Man könnte wirklich versuchen, es vor dem Braten ganz klein zu schneiden, damit es vielleicht noch etwas filigraner wird. Aber alles in Allem, sehr gelungen und toll.

Was kann man mit dem veganen Hack von Vegini kochen?

Wir haben das Hack für eine süßlich-deftige Pfannkuchen Füllung benutzt. Normalerweise hätten wir Zwiebel und Knoblauch als erstes in der Pfanne gebraten, danach das Hackfleisch dazu gegeben. Da wir nicht wussten, wie stabil dieses vegane Hack ist, haben wir erst einmal das gebraten, es aus der Pfanne genommen und dann alles andere gemacht. Also die komplette Füllung ohne den Hackbetandteil zubereitet. Das fertig gebratene Hack, das auf dem Teller so erkaltet irgendwie etwas ausgetrocknet aussah, haben wir wieder in die Sauce gegeben. Und zu unserer Überraschung passierte genau das, was mit echtem Hack auch geschehen würde, es entstand eine “cremige” Masse, die sich wunderbar als Füllung eignete. Auch das 15-minütige, sanfte köcheln hat dem veganen Hack nicht geschadet. Seine Konsistenz hat es nicht verändert. Es war nach wie vor bissfest und lecker. In dem Pfannkuchen war dann absolut nicht mehr wahrnehmbar, dass es sich hierbei um eine rein pflanzliche Füllung handelt. Die Bissfestigkeit und Ausgewogenheit des veganen Hack als wesentlicher Teil der Füllung hat uns wirklich begeistert. Sauce Bolognese, gefüllte Paprika oder ein anderes veganes Gericht, wozu man Hack benötigt, können wir uns so ebenfalls super vorstellen. Einfache Verarbeitung und vielseitg einsetzbar. Top!

Fazit zu diesem veganen Fertigprodukt:

Ein tolles, veganes Hack, das sich sehr gut verarbeiten lässt, eine tolle Konsistenz bietet und gut Nährwerte hat. Es ist glutenfrei. Preis etwas hoch, aber trotzdem gerechtfertigt. Auf jeden Fall ausprobieren.

Bilder der Zubereitung und des fertigen veganen Hack


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