7.11.2020 I Bereich: Kleidung Wildtiere

Ein Ende der Nerzproduktion in Dänemark?

In dem kleinen Land Dänemark wurde auf einer Pelztierfarmen, die Nerze für Mode züchten, eine mutierte Form des Coronavirus entdeckt. Es sorgt jetzt für das, was allgemein als “Keulung” (das vorsorgliche Töten von Tieren) bezeichnet wird. 15 bis 17 Millionen Nerze werden getötet. Ist das das Ende der Nerzproduktion in Dänemark? Tierschützern fordern dies nun vehement. Es wäre überaus wünschenswert, denn mit jeder Zahl ist ein Tierleben verbunden, das ausgelöscht wird.

Für Pelz leiden

Wäre man zynisch, könnte man fast froh für die Nerze sein, dass ihr Leiden jetzt vorzeitig beendet wird. Für ein Tier in einer solchen Farm muss das Leben die Hölle auf Erden sein. Von artgerechter Haltung keine Spur. Die Tiere werden in Drahtkäfige gesperrt, die oft in dunklen Verschlägen oder schutzlos im Freien aufgestellt werden. Selbst ohne Pandemie kommt diese “Pelz Produktion” nicht ohne Antibiotika aus. Wie immer sorgt die Massentierhaltung auch im Pelzbereich dafür, dass für Menschen ein Gesundheitsrisiko entstehen kan.

Nerz bzw. Pelz darf kein Modetrend sein

Pelz ist immer noch im Trend. Obwohl es heutzutage aufgrund der fortschrittlichen, synthetischen Materialen und Stoffe überhaupt nicht mehr notwenidig ist, Pelz und andere tiereische Produkte zum Schutz vor Kälte zu tragen. Aber das ändert nichts am blutigen Geschäft der Pelztierfarmen. Weiterhin werden Tiere eingesperrt, damit sich Menschen in ihre Felle hüllen können. Auch wenn diverse Tierschutz-Organisationen seit Jahrzehnten gegen die sogenannte “Pelztierproduktion” kämpfen, hat sich am Leben der Tiere nichts geändert. Sie vegetieren immer noch zusammengepfercht in Drahtkäfigen vor sich hin, bis sie getötet werden.

Es sind nicht nur Tiere

Der Mensch ist de facto ein Säugetier, ein Nerz auch. Wenn wir aus Profitdenken Lebewesen quälen und töten, bleibt das nicht ohne Folgen. Das Coronavirus ist in diesen Farmen mutiert. Es beweist uns, dass wir nicht die Krone der Schöpfung sind, sondern einfache Organismen. Die jetzt einem mutierten Virus-Stamm ausgesetzt sind, der eine mögliche Bekämpfung der Pandemie durch eine Impfung im besten Fall enorm erschweren wird. Die Wildtiermärkte in China, westliche Massentierhaltung, das Ausbeuten und Töten von Tieren bringt uns Menschen in Gefahr. Mehr als eine Epidemie ist auf Massentierhaltung zurückzuführen. Geändert hat sich jedoch an dieser Form der Tierhaltung nicht viel.

Jede Pelztierfarm gefährdet auch uns Menschen

Der mutierte Coronavirus hat dafür gesorgt, dass in Dänemark nun alle Nerze getötet werden müssen. Das ist ein Skandal, aber er hat sogar noch weitreichendere Konsequenzen. Auch im Jahr 2020 werden Lebewesen in Massentierhaltung eingepfercht. Auf engem Raum eingesperrt, oft ohne Tageslicht oder die Möglichkeit, sich zu bewegen. Eine Pelztierfarm ist die perfekte Petrischale für Viren und Bakterien. Jetzt haben wir nicht nur Berge von toten Pelztieren zu beklagen, wir Menschen haben dem Coronavirus mit unserem Verhalten die Mutation erleichtert. Damit haben wir uns selbst in Gefahr gebracht. Grausamkeit und Profitdenken haben damit noch weitreichendere Konsequenzen.