27.10.2021 I Bereich: Haustiere

Die süßen Riesen – Wissenswertes über die Hunderasse “Dogge”

Heute informiere ich über den Riesen unter den gängigen Hunderassen. Ich würde sie auch gerne die Rasse der Gegensätze nennen. Denn diese Hunde haben entgegen ihres, für viele bedrohlich wirkenden, Aussehens, einen sanften Charakter und eignen sich sehr gut zur Haltung in der Familie. Die Rassebezeichnung Dogge ist hier nur ein Überbegriff, denn es gibt viele verschiedene Arten von ihnen. Die gängigste hier bei uns in Deutschland ist jedoch die deutsche Dogge. Die Rasse stammt ursprünglich aus England, wo sie bereits im 16. Jahrhundert aus einer Mischung von irischem Wolfshund und den Mastiffs gezüchtet wurde. Die Engländer nutzten die Dogge um bei der Jagt Großwild in Schach zu halten. Heute erfüllt diese Rasse im Alltag selbstverständlich einen ganz anderen Zweck. Was man also alles über diese sanften Riesen wissen sollte, was es zur Haltung zu beachten gibt und ob dies vielleicht die richtige Rasse für Ihren Alltag sein könnte, lesen Sie in den unteren Punkten.

Doggen und ihr Aussehen

Das Wichtigste bei diesen Hunden ist wirklich ihre Größe. Doggen zählen zu den größten in Deutschland gängigen Hunderassen. Sie werden zwischen 72 und 86 cm groß und können bis zu 85 Kg auf die Waage bringen. Wie bei vielen Rassen sind auch hier die Hündinnen in der Regel etwas kleiner und leichter als die Rüden. Wie man aus diesen Fakten bereits herauslesen kann, sind diese Vierbeiner nicht dazu geboren in zu kleinen Wohnungen zu leben und man sollte sich auch gut überlegen, ob man ein geeignetes Fahrzeug hat, um seinen Liebling transportieren zu können. Das Fell der Vierbeiner ist sehr kurz, glatt, glänzend und, wenn es gut gepflegt wird, auch sehr dicht. Was die Fellfarbe angeht, ist für jeden Geschmack etwas dabei: Doggen gibt es einfarbig oder gemischt, in fast jeder Fellfarbe.

Doggen und ihr Charakter

Für viele die sich noch nicht mit dem Charakter dieser Hunde auseinandergesetzt haben, mag das nun überraschend klingen, doch Doggen zählen zu den friedlichsten Hunderassen, die es gibt. Sie gelten im Allgemeinen als sensible, kinderliebe und ruhige Wesen. Fremden gegenüber sind sie meistens eher schüchtern und reserviert. Haben sie jedoch ein Mal Vertrauen gefasst, dann sind diese Hunde sehr kuschelbedürftig und auf ihre Familie bezogen. Häufig gelten sie auch als „tollpatschig“, da sie mit ihrer Größe nicht überall ihren Platz finden und sich ihr oftmals gar nicht so bewusst sind, wie ihre Besitzer.

Gerade weil die Dogge sehr sensibel in ihrem Wesen ist, sollte bei der Erziehung darauf geachtet werden, besonders mit Lob und Bestärkung zu arbeiten. Besonders unruhige und laute Menschen machen diese Hunde oft nervös und selbst unsicher, was den Umgang mit ihnen erschweren kann. Natürlich hat auch diese Rasse ihre Eigenheiten, die Hunde können nämlich unter anderem sehr stur und ignorant sein, doch dem lässt sich mit Training und liebevoller Fürsorge leicht entgegenwirken.

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Doggen und ihre Einsatzfelder

Auch bei diesem Hund sollte man zu den Wurzeln der Rasse zurückkehren, um zu erkennen, was die besten Beschäftigungen für sie sind. Als Spürhunde lieben sie es in der Regel vor allem kognitiv mit Intelligenzspielzeug und Spüraufgaben betraut zu werden. Sämtliche Aktivitäten, die auf die Gelenke gehen, wie Joggen, Radtouren oder Ausflüge in steilem Gelände sollten gemieden werden. Auch braucht die Dogge in der Regel keine längeren Spaziergänge als andere Hunderassen, bei ihr steht die Kopfarbeit im Vordergrund. Auch wenn man einenWachhund mit kaum aggressivem Potential sucht, dann ist diese Rasse durch die beeindruckende Größe als Abschreckung perfekt.

Die Dogge – Was man noch wissen sollte

Obwohl der große Riese Auslauf und viel Platz braucht, sollte man darauf achten, dass er nicht zu viele Treppen steigen müssen. Besonders bei dieser Rasse kann es dadurch zu Gelenk- und Knochenschäden kommen. Noch dazu ist es eine Hunderasse, bei der die Lebenserwartung eher gering ist. Meistens erreichen sie nur ein Alter von 8 Jahren. Besonders bei dieser Rasse steht auch die Erziehung im Vordergrund. Wie man sich sicher denken kann, ist eine Dogge mit bloßer Kraft nicht zu halten, wenn sie ein Mal an der Leine zieht. Daher ist es unerlässlich diesen Hunden schon vom ersten Tag an beizubringen, was sie später dürfen und was nicht. Denn diese Hunde wachsen so schnell und verstehen nicht immer, warum sie plötzlich z.B. nicht mehr auf das Sofa dürfen, obwohl es doch vor ein paar Wochen noch erlaubt war. Hundeschulen und Training Zuhause sind Möglichkeiten diese Rasse nicht nur zu erziehen, sondern auch ein tiefes Vertrauensverhältnis zueinander herzustellen.

Eine Dogge sollte man sich lieber nicht holen, wenn…

… man nicht genügend Platz für sie hat und es mit der Erziehung nicht immer so ganz genau nehmen möchte. Noch dazu kommt, wenn man mit der Aufmerksamkeit und vielleicht auch den Vorurteilen die ein solcher Hund mit sich bringt, nicht umgehen kann. Aufgrund der niedrigen Lebenserwartung sollte man sich diesen Hund nicht zulegen, wenn man mit dem baldigen Abschied schlecht zurecht kommt oder sich schon im Vornherein eine längere Bindung wünscht. Immerhin gibt es auch Hunderassen, bei denen die Lebenserwartung doppelt so hoch liegt, wie bei den Doggen. Das letzte Ausschlusskriterium sollte auch sein, wenn man ein sehr agiler und sportlicher Mensch ist und seinen Hund in alle Aktivitäten mit ein beziehen will. Das ist mit der Dogge nur bedingt und nicht über viele Jahre möglich.

Eine Dogge ist perfekt für Menschen geeignet die…

… ihr genug Platz und Zuneigung bieten können. Wenn man noch dazu mit liebevoller Strenge die Erziehung eines Hundes in die Hand nehmen möchte und ihm intellektuellen Anspruch liefern kann, ist die Dogge eine ideale Wahl. Sie kann sich als perfekter Familienhund in den Alltag integrieren und ein vertrauensvoller Partner für Sie werden.

Author: Sheena

Und hier noch einige Fotos der wunderschönen Doggen:


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