19.07.2020 I Bereich: Haustiere

Wie wundervoll es ist, einen älteren Hund zu adoptieren…

Älterer Hund aus dem Tierheim – Vor- und Nachteile der Adoption: Sie heißen „weiße Schnauzen“. Ab dem fünften bis sechsten Lebensjahr ist älteren Hunden ihr Alter deutlich anzusehen. Leben können sie bei richtiger Haltung gute zehn bis 15 Jahre. Doch ist es o.k., sich einen solchen Hundesenior aus dem Tierheim nach Hause zu holen? Neben einigen Nachteilen hat die Entscheidung für eine solche Adoption eine Menge Vorteile für die künftigen Hundebesitzer.

Vorteile der Adoption älterer Hunde

Ältere Hunde haben stets eine ungewisse Vorgeschichte. Allerdings macht sie diese Vorgeschichte in den meisten Fällen rasch anpassungsfähig an eine neue Umgebung und neue Menschen. Sie sind nicht mehr so stürmisch wie in den jungen Hundejahren. Das macht sie zum optimalen Begleiter für selbst schon ältere Menschen. Doch der Bezug älterer Hund – älterer Mensch ist kein Muss, um einen Hundesenior aus dem Tierheim zu adoptieren. Zu beachten ist vorher lediglich, welche Reaktion der Vierbeiner auf Kinder, Erwachsene, Artgenossen und zum Beispiel eine städtische Umgebung zeigt. Dies lässt sich in ein, zwei Spaziergängen in der Tierheim-Umgebung leicht erkunden. Denn Hundesenioren reagieren aufgrund ihrer bisherigen Lebenserfahrung deutlich schneller mit Anpassung an neue Lebensbedingungen. Wenn sie sich im neuen Umfeld wohlfühlen, hat das für die Hundebesitzer mehrere weitere Vorteile. Die meisten älteren Hunde sind stubenrein und ordnen sich nach einer Eingewöhnungsphase optimal in ihre Rolle im Rudel ein. Sie genießen eher entspannte Zeiten im Körbchen oder am Strand und fordern nicht mehr ständig Bewegung oder Abwechslung. Dennoch sind sie über neue Erlebnisse weiterhin begeistert. Es gilt für sie: Ein Hund lernt lebenslang, weil er das will. Selbst jenseits der Zehn-Jahres-Altersgrenze ist es möglich, einem adoptierten Hund aus dem Tierheim noch Tricks beizubringen oder ihn auf bestimmte Kommandos zu konditionieren. Schließlich bedeutet das Adoptieren für den Hundesenior aus dem Tierheim eine meist zweite Chance auf einen friedlichen und liebevollen Lebensabend.

Mit diesen Nachteilen müssen die Hundebesitzer rechnen

  • Die verbleibende Lebenszeit ist bei einem älteren Hund trotz dem Adoptieren begrenzt. Rassehunde schaffen zehn, Mischlinge mit Glück 15 Jahre. Der glückliche Adoptivbesitzer sollte dies bedenken. Denn so lieb und angepasst sein Hundesenior auch ist: Es bleibt für die gemeinsame Zeit nur ein Teil übrig.
  • Die Fitness lässt bei älteren Hunden nach. Selbst sportliche Hundebesitzer sollten die neue Gelassenheit ihrer Hunde nach dem Adoptieren annehmen und vom Joggen oder Bergwandern auf gemütliche Spaziergänge „umschalten“.
  • Medizinisch lassen sich Grundkosten im höheren Hundealter nicht umgehen. Selbst bei der Anschaffung eines Welpen ist dies vorprogrammiert. Wer einen älteren Hund aus dem Tierheim adoptieren möchte, sollte sich auf diesen Fakt vorbereiten. Der Abschluss einer Krankenversicherung für Hunde kann einen Teil solcher Kosten auffangen.

Fazit:

Ältere Hunde sind wunderbare Weggefährten für ihre neuen Hundebesitzer. Sie sind mit den Jahren gelassener und anpassungsfähig. Wer eine der “weißen Schnauzen” adoptieren möchte, muss allerdings die begrenzte verbleibende Zeit akzeptieren. Die Hundesenioren danken dies mit einer besonderen Hingabe an das neue Rudel.

Bildergalerie – ältere/alte, wunderschöne Hunde