17.06.2020 I Bereich: Haustiere

Wie am Besten Zecken bei Katzen entfernen?

Freigänger-Katzen sind besonders von den kleinen, beißfreudigen Tierchen betroffen. Zecken sind lästige Parasiten, die auch Katzen befallen können. Umso wichtiger ist es, die Plagegeister schnell wieder zu entfernen.

Wenn Katzen von Zecken befallen werden

Dass eine Katze von einer Zecke befallen wird, ist leider keine Seltenheit. Außerdem besteht auch ein gesundheitliches Risiko für den Vierbeiner, weil die Parasiten Krankheiten übertragen können. Besonders gefährdet für Zeckenbefall sind Freigänger. Bei Hauskatzen, die die Wohnung nicht verlassen, zeigen sie sich dagegen kaum. Wenn die Katze jedoch in der Natur umherstreift, besteht das Risiko, sich eine Zecke einzufangen.

An welchen Stellen werden die Katzen von den Zecken gestochen?

Eine Zecke nistet sich bei der Katze am liebsten in der Ohrenregion, auf der Brust, dem Nacken oder dem Kinn ein. Diese Körperstellen sind für den Stubentiger nicht zu erreichen. Sonst könnte er den Parasiten durch Beißen oder Kratzen selbst loswerden. Prinzipiell ist es aber an jeder Partie möglich, von einer Zecke gestochen zu werden.

Wie lassen sich Katzen von Zecken wieder befreien?

Eine Katze von einer Zecke zu befreien, ist nicht so einfach. Viele Stubentiger weigern sich nämlich, dabei stillzuhalten, was mitunter mit Biss- und Kratzwunden für Herrchen oder Frauchen enden kann. Bei jedem Tier ist es unterschiedlich, wie es sich ruhighalten lässt. Manche können mit einem Leckerli abgelenkt werden, andere fügen sich durch gutes Zureden. Einige Exemplare bewegen sich sogar freiwillig nicht, weil auch sie den Blutsauger rasch wieder loswerden möchten.

Bei hartnäckigen Katzen kann die Unterstützung einer weiteren Person hilfreich sein. Während ein Helfer die Katze festhält, entfernt der andere die Zecke. Als sinnvolle Hilfsmittel dienen eine Pinzette, eine Zeckenzange oder ein Zeckenlasso. In den meisten Fällen reicht schon eine simple Pinzette aus.

Beim Entfernen gilt es, die Zecke so dicht wie möglich an der Haut der Katze zu packen und mit fortwährendem Zug hinauszuziehen. Außerdem gelten drehende Bewegungen als sinnvoll. Dabei muss aber auch der Zeckenkopf aus der Haut entfernt werden, sonst droht im weiteren Verlauf eine Entzündung.

Meist lässt sich der Kopf ebenfalls mit einer Pinzette entfernen, wenngleich dies ein wenig Geschick erfordert. Es wird empfohlen, den Kopf langsam herauszudrehen und ruckartige Bewegungen zu vermeiden. Damit keine Zeckenteile in der Katzenhaut steckenbleiben, sollte der Parasit gleichmäßig herausgezogen werden.

Nach dem Entfernen der Zecke kann der Parasit mit einem Feuerzeug zur Strecke gebracht und entsorgt werden.

 

Sind die Zecken gefährlich für die Katze?

Obwohl die Zecke nur klein ist, kann sie durchaus gefährlich für die Katze werden. So überträgt sie mitunter Krankheitserreger wie Borellien, die Borreliose hervorrufen, Bartonellen, die für die Katzenkrankheit verantwortlich sind, Coxiellen, Anaplasmen, hämotrophe Mykoplasmen oder Tularämie-Keime. Das Risiko ist bei der Katze zwar weniger ausgeprägt als beim Hund, besteht jedoch trotzdem.

Als Präventivmaßnahme empfiehlt sich bei Freigängern, regelmäßig ein Mittel zum Abtöten der Parasiten zu verwenden.