23.02.2021 I Bereich: Haustiere

Was gibt es zu beachten, bevor man sich Kaninchen anschafft?

Vielfach sind es ja Kinder, die sich daheim ein Kanninchen wünschen. Keine Frage, sie sehen mit ihrem weichen Fell und den langen Ohren einfach super niedlich aus und erinnern stets ein wenig an Ostern. Die Frage, die sich diesbezüglich ergibt: Wie hält man Kaninchen artgerecht? Es ist schließlich keine Katze oder Hund. Kanninchen sollte man nur in der Wohnung halten, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Kein Problem gibt es bei einem Stall, aber wie groß muss der Stall sein? Ist so ein Tier auf Dauer mit sich selbst zufrieden oder sollten es besser zwei Kanninchene sein? Kann das possierliche Tier im Stall auch überwintern? Alles Fragen, die vor der Anschaffung geklärt sein sollten.

Was sollte man vor der Haltung beachten?

Vieles wird bei der Haltung übersehen und häufig landen die niedlichen Tiere in einem viel zu kleinen Stall, vielleicht sogar noch im Kinderzimmer in der Ecke. Auch sind sie alles andere als unkomplizierte Kuscheltiere. Es sind kleine Lebewesen, die zahlreiche Ansprüche haben.

Wie verhalten sich Kanninchen?

Bei Kanninchen handelt es sich um dämmerungsaktive Fluchttiere. Hauptsächlich leben sie in Gruppen zusammen. Auf einem Bauernhof zum Beispiel leben immer mehrere Tiere in einem Stall zusammen. Kanninchen möchten nicht 24 Stunden allein in einem kleinen Stall in der Ecke sitzen, da sie einen hohen Bewegungsdrang haben. Man kann sie nicht unbedingt mit einem Feldhasen vergleichen, da sie in ihrem Stall weder springen noch Haken schlagen können. Dennoch sollte der Stall so groß sein, dass sie einem gewissen Bewegungsdrang nachkommen können, um sich zumindest ein wenig auszutoben. Ebenso empfiehlt es sich, die Tiere einige Male pro Woche (idealerweise im Garten) frei herum hoppeln zu lassen. In der wärmeren Jahreszeit bietet sich für den Nager ein kleines Gehege im Garten an.

Gerne werden Kanninchen auf den Arm genommen

So niedlich sie auch aussehen und so gerne man sie auch streichelt, Kanninchen sind dennoch keine Kuscheltiere. Schafft man sich früh ein Tier an, kann man es handzahm machen und auch streicheln, aber als Schoßtier auf den Arm gehören die Nager nicht. Diese Tiere brauchen immer eine Fluchtmöglichkeit. Wenn es sich auf dem Arm nicht bewegen kann, bekommt es schnell Panik und leidet dann unter Stress. Es ist ratsam, darauf zu warten, bis das Tier selbst kommt, um gestreichelt bzw. berührt zu werden.

Haltung in der Wohnung

Wer Kannichen halten möchte, benötigt auf jeden Fall einen Käfig. Leider taugen die Käfige aus der Zoohandlung überhaupt nichts, da sie einfach zu klein sind. Selbst größere Käfige bieten nicht die Möglichkeit, einer artgerechten Haltung. Auch, wenn sie am Tage im Garten in einem Gehege gehalten werden.

Trotz allem ist die Haltung in der Wohnung möglich, solange man sich an gewisse Regeln hält. Wenn man zwei Kanninchen hält, sollte der Stall mindestens 2 x 1,5 Meter groß sein. Zitat Tierschutzverein: „Je größer, desto besser“.

Wenn das Kaninchen in der Wohnung gehalten wird, will es sich auch verstecken und bewegen können. In der Wohnung benötigt das Tier daher trotz Stall täglich genügend Auslauf mit Hindernissen und Verstecken.

Wenn sich keine weiteren Haustiere in der Wohnung befinden, kann das Kanninchen auch ohne Käfig in der Wohnung leben. Dazu muss die Wohnung aber zu 100 % Kaninchen-sicher sein. Es dürfen keine Kabel herumliegen. Bedacht werden muss auch, dass die Nager nicht stubenrein sind. Man kann sie aber an eine Art Katzenklo gewöhnen.

Die Kaninchenpflege

Die Tierchen sind ähnlich wie Katzen recht sauber und putzen sich meist selbst. Dennoch sollte man sie permanent beobachten, da sich verschiedene Krankheiten oft an den unreinen Augen bemerkbar machen. Dazu gehören auch ein verdrecktes Hinterteil und kaputte Zähne. Macht das Tier einen ungepflegten Eindruck, kann eine Krankheit die Ursache sein.

Was kostet ein Kanninchen?

Mit allem, was das Tier braucht, bewegen sich die Kosten monatlich im Bereich von 70 Euro.


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