3.12.2019 I Bereich: Haustiere

Pflege einer Langhaarkatze

Langhaarkatzen sind wunderschöne, jedoch auch sehr pflegeintensive Tiere. Wie ihre kurzhaarigen Artgenossen benötigen sie natürlich hochwertige Ernährung, eine saubere Katzentoilette und viel Liebe. Darüber hinaus braucht es aber für diese flauschigen Felltierchen wesentlich mehr Zeit und Pflege. Wird das seidig-weiche Fell der Langhaarkatze nicht richtig und regelmäßig gepflegt, kann es schnell zu unliebsamen Filzknäule kommen, die sich blitzschnell am ganzen Körper der ganzen Katze ausbreiten. Doch häufig liegt es nicht nur am Katzenbesitzer, dass das Fell nicht regelmäßig gepflegt wird, die Miezen haben oft etwas gegen das tägliche Kämmen und wehren sich sehr häufig mit vollem Körpereinsatz dagegen. Nachfolgend einige Infos und Tipps zur Pflege der Fell-Schönheiten, auch bei kleinen zickigen Kätzchen.

Welche Langhaar-Rassen gibt es und was zeichnet sich aus?

Die wohl bekannteste Langhaarkatze ist die Perser. Sie haben das längste Fell, sind weich und seidig und zudem kuscheln sie wahnsinnig gerne. Die Angorakatze ist die Urmutter aller Langhaarkatzen, die British Langhaar eher ruhig im Wesen, die heilige Birma sehr zärtlich, die Maine Coon ausgesprochen groß gewachsen und die norwegische Waldkatze ein ganz gemütliches Tierchen. Bildhübsche Vertreterinnen ihrer Art sind auch die Ragdoll, die Ragamuffin und die Neva Masquarade. 

Tägliche Pflege der Langhaarkatze lohnt sich

Die Langhaarkatze sollte tatsächlich jeden Tag gekämmt und gebürstet werden, sonst verfilz und verheddert sich das Fell schnell. Besonders wichtig ist, dass das Kätzchen sehr sanft behandelt wird, am besten am Kopf beginnen und dann langsam nach unten arbeiten – Körper, Bauch, Schwanz, Kinn und Beine. Besser ist es, jeden Tag nur wenige Minuten als einmal pro Woche eine längere Sitzung. Einige langhaarige Rassen, wie Ragdolls oder türkische Angoras, können mehr als einen Tag ohne Bürsten auskommen. Das tägliche Bürsten wird dennoch empfohlen, um das Fell weich und sauber zu halten und Verfilzungen zu vermeiden.

Was tun bei Verfilzungen?

Es kann sehr schnell passieren, dass die eben noch flauschig weiche Mieze plötzlich ein kleines oder größeren Fellknubbel bekommt. Leider meistens auch nach in der Region der Hinterbeine, wo die meisten Katzen gar nicht gerne über längere Zeit angefasst, geschweige denn gekämmt werden möchten. Was also tun, wenn Miss Kitty Verfilzungen hat. Auf jeden Fall sofort handeln, denn die fiesen Knäule werden immer größer und härte.
Mit einem breiten Kamm geht es am Besten. Auf das Knäul im Fell etwas Stärke oder Puder streuen (reiben), so lockert sich der Haarknoten. Halten Sie die Verfilzung mit den Fingern ganz unten fest, damit die Katze nicht so viel spürt, nun mit dem Kamm vorsichtig die Verfilzung entwirren. Es gibt auch spezielle Bürsten in Tierhandlungen. Hier einfach ausprobieren, welcher Kamm/Bürste am Besten funktioniert.

Knoten zu hart oder kratzenden Katze

Ist der Knoten schon etwas härter oder lässt sich die Katze nur allzu ungern kämmen, wäre die andere Möglichkeit, den Knoten vorsichtig mit der Nagelschere heraus zu schneiden. Das geht häufig schneller und ist für beide Parteien entspannter. Sind die Verfilzungen schon so fortgeschritten und auf ganzen Teilen des kleinen Körpers verteilt, hilft nur noch die Komplettrasur beim Tierarzt.

Die richtige Ernährung für Langhaarkatzen

Die langhaarige Miezekatze sollte mit einer ballaststoffreichen Nahrung gefüttert werden, um zu verhindern, dass sich Haarballen bilden und der Stuhl locker wird. Sie können die Ernährung Ihrer Katze auch mit einem gelegentlichen Teelöffel Kürbis aus der Dose ergänzen, um die Ballaststoffe zu stärken. Fragen Sie am Besten mal bei Ihrem Tierarzt nach Empfehlungen.

Wählen Sie Futter für Ihre Katze, das Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthält, damit das Fell  weich, glänzend und gesund bleibt. Es gibt spezielles Futter für Langhaarkatzen, das entwickelt, um den Ernährungsbedürfnissen dieser besonderen Rassen gerecht zu werden und das üppige Haar zu pflegen. Wenn die Katze mit Dosenfutter gefüttert wird, wischen Sie täglich das Mäulchen und die Region drum herum mit einem feuchten Papiertuch ab, um alle Futterreste zu entfernen, die sich im langen Fell des Gesichts verfangen könnten.

Das richtige Katzenstreu für Langhaarkatzen

Es empfiehlt sich, Katzenstreu zu wählen, das entweder klumpt oder aus größere Stückchen besteht. Häufig verfangen sich zu kleine Bestandteile des Katzenklos im schönen Fell und gerade in diesem Bereich möchte die Miezi nicht so gerne berührt werden.
Ab und an kann der Stuhl der Katze auch sehr weich sein und es bleibt im Fell hängen. Sofern möglich, könnte die Katze an den Bereichen um den After und an den Hinterbeinen das Fell gestutzt werden, um unliebsame Putzaktionen für Mensch und Tier zu vermeiden.

Weitere Tipps für Langhaarkatzen

Geben Sie Ihrer langhaarigen Katze ab und an eine Dosis Hairball-Control-Gel, Maltpaste oder entsprechende Leckerlies. Langhaarige Katzen neigen dazu, sich aufgrund der durch die tägliche Fellpflege aufgenommenen Haare mehr zu erbrechen, als ihre kurzhaarigen Artgenossen.
Die so genannte Maltpaste hilft der Katze dabei, die Haare auf gesunde Art und Weise zu verdauen. So werden die Haare auf normalen Weg ausgeschieden und landen nicht auf ihrem Teppich. Katzenkotze macht zumeist unschöne Flecken auf Teppichen und Holzböden, die nur schwer zu entfernen sind, besonders wenn sie schon länger „einwirken“ konnten.

– bei Rassen mit einem flachem Gesicht wie bei manchen Persern müssen die Augen täglich gereinigt werden. Ihre Augen neigen zu Tränen und verursachen Flecken. Die Haut im Gesicht kann infiziert werden, wenn die Falten nicht sauber gehalten werden. Am Besten ein feuchtes Tuch oder ein Wattestäbchen verwenden

Langhaarkatzen sollten im Haus gehalten werden, um zu verhindern, dass das Fell verfilzt und schmutzig wird. Pflanzen im Freien wie Fuchsschwänze können sich im Fell Ihres Kätzchens festsetzen, Knoten bilden und Hautprobleme verursachen.

– Langhaarige Katzen müssen nicht gebadet werden, es sei denn, sie werden schmutzig oder verschmutzt. Wenn Sie Ihre Katze baden, trocknen Sie ihr Fell mit einem Fön, bevor Sie es bürsten. Dies verhindert ein Verknoten des feuchten Haares.

Nutzen Sie Ihre täglichen Bürstensitzungen als Gelegenheit, mit Ihrem pelzigen Freund eine intensive Bindung aufzubauen. In dieser Zeit kann auch nach Hautläsionen, Klumpen oder Beulen gesucht. Wenn Sie irgendwelche Probleme bemerken, gehen Sie mit Ihrer Katze zu einem Tierarzt, um sie untersuchen und behandeln zu lassen.