3.06.2020 I Bereich: Haustiere

Ohrenentzündung bei Hunden – Was tun?

Eine Ohrenentzündung bereitet den meisten Hunden große Schmerzen und die Behandlung ist nicht immer ganz einfach, weshalb immer ein Tierarzt aufgesucht werden sollte. Es gibt viele verschiedene Gründe, warum sich der Gehörgang entzünden kann und genauso viele Therapiemöglichkeiten gibt es auch. Besonders häufig sind Hunderassen mit langen Schlappohren (z. B. Beagle, Golden Retriever, Dackel, Labrador, Afghanischer Windhund, Schäferhund, Basset Hound, Cocker Spaniel etc.) betroffen. Auslöser für eine Ohrentzündung können Infektionen oder Allergien sein, aber auch Hautwucherungen, dichter Haarwuchs oder Fremdkörper. Weiterhin können organische Probleme mit der Leber oder den Nieren oder eine unausgeprägte Schutzfunktionen des Magen-Darm-Systems Auslöser für entzündete Ohren sein.

 

Symptome von Ohrenentzündungen bei Hunden

Ein Hund der Ohrenschmerzen hat, zeigt deutliche Anzeichen. Er kratzt sich ständig am Ohr oder reibt mit den Pfoten daran, schüttelt den Kopf und hält ihn schief. Bei Berührungen am Ohransatz zeigen betroffenen Tiere eine Schmerzreaktion. Der Ohrkanal ist meist gerötet. Oftmals ist an der Innenseite des betroffenen Ohres ein bräunliches Sekret zu sehen und es kommt ein unangenehmer Geruch aus dem Ohr. Lebt ein weiterer Hund mit im Haushalt kann es vorkommen, dass er dem erkrankten Vierbeiner das entzündete Ohr leckt.

Was kann man gegen entzündete Ohren tun?

Je eher entzündete Ohren behandelt werden, umso schneller geht die Heilung. Aufgrund der Schmerzen dulden die meisten Tiere keine gründliche Untersuchung des Ohres. Eine Betäubung oder leichte Narkose schafft hier Abhilfe. Je nachdem, welche Ursache der Tierarzt feststellt, können verschiedene Therapien durchgeführt werden. Ist ein Befall durch Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilzen der Grund für die entzündeten Ohren, sollte eine Behandlung mit schulmedizinischen Präparaten erfolgen. Im Regelfall wird der Tierarzt eine Ohrenspülung durchführen und eine antibiotische Behandlung mit Tabletten, Salben oder Tropfen empfehlen.

Sind im Ohr befindliche Fremdkörper der Auslöser für die Entzündung kann der Tierarzt diese entfernen und eine juckreizlindernde Salbe verordnen.

Auch eine Futtermittelallergie kann Auslöser für eine Ohrenentzündung sein. Eine Unverträglichkeit gegenüber Milchprodukten, speziellen Fleischsorten oder Getreide verursacht Verdauungsprobleme, die sich wiederum auf das Immunsystem der Fellnase auswirken. Eine ausgewogene Ernährung mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und hochwertigen Proteinquellen sorgt für ein intaktes Immunsystem. Ist eine Futtermittelallergie der Grund für entzündete Ohren hilft eine Futterumstellung. Bis sich Ergebnisse zeigen können allerdings mehrere Wochen vergehen.

Wie ist der Verlauf dieser Krankheit – Ohrenentzündung bei Hunden?

Im fortgeschrittenen Stadium der Entzündung kann es zu einer verstärkten Absonderung eines dickflüssigen, bräunlichen, stark riechenden Sekrets kommen. Die Schmerzempfindlichkeit nimmt zu und einige Tiere reagieren aggressiv auf Berührungen der Ohren. Eine unbehandelte Entzündung des Außenohres kann schlimmstenfalls auf das Mittelohr übergehen. Dadurch kann das Hörvermögen stark beeinträchtigt werden. Weiterhin können Gleichgewichtsstörungen oder Schädigungen der Gesichtsnerven auftreten.