12.08.2021 I Bereich: Umwelt

12 außergewöhnliche Tipps, Plastik im Supermarkt zu sparen

Jeder von uns kennt das – man macht den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt, kommt nach Hause und hat eine Flut an Plastikmüll. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles in Richtung Nachhaltigkeit geht, haben wir ein paar Tipps für dich rausgesucht, wie auch du zum Umwelt-Hero wirst und Plastik beim Einkaufen sparen kannst.

1. Kauf echtes Brot

Wie lange ist es her, dass du deinem Bäcker um die Ecke mal einen Besuch abgestattet hast? Dann wird es aber Zeit, mal wieder auf ein Hallo vorbeizuschauen. Im Gegensatz zu Fertigbrötchen in Plastikverpackung, hat dein Bäcker viel mehr unterschiedliche Brotsorten und teilweise wird auch Brot vom Vortag zum halben Preis angeboten, um der allgemeinen Lebensmittelverschwendung vorzubeugen und zusätzlich noch ein wenig zu sparen.

2. Weniger Reinigungsmittel

Putzmittel extra für Fenster, Klo, Holzdielen, Küche, Ofen usw. Für nahezu jeden Bereich im Haushalt gibt es ein eigenes Putzmittel. Fang jetzt an zu sparen und informiere dich im Internet über Lifehacks und wie du dir ganz einfach selber deine Putzutensilien mit gewöhnlichen Haushaltsmitteln herstellen kannst.

3. Nudeln im Karton

Nudeln gibt es in der Plastiktüte verpackt, aber auch im Karton – hier agieren die Hersteller sehr unterschiedlich. Fakt ist, dass Nudeln nicht in Plastik verpackt werden müssen. Der Griff zu den Nudeln im Karton ist besser für die Umwelt und das Produkt ist das Gleiche.

4. Keine Fertigprodukte mehr

Kochen ist nicht nur gesund, sondern kann auch sehr meditativ sein. Probiere neue Rezepte und Kompositionen. Vielleicht ist an dir bis dato ja ein wahrer Chefkoch verloren gegangen?

5. Tschüss Plastiktasche – Hallo Stoffbeutel

Mittlerweile gibt es schon zahlreiche Alternativen zu den altbekannten Plastiktaschen in den Supermärkten. Und Stoffbeutel müssen nicht immer langweilig sein. Es gibt sie in bunt, mit unterschiedlichen Sprüchen oder Bildern. Außerdem halten sie viel länger, sind Mehrzwecktaschen und können auch zwischendrin einfach mal in die Waschmaschine gegeben werden.

6. Mein Freund, die Vorratsdose

Wer nicht auf sein Steak, seine Lieblingswurst oder Lieblingskäse verzichten möchte, kann beim nächsten Mal auch einfach schon selber seine Aufbewahrungsboxen mitnehmen: Einfach die Lebensmittel an der Frischetheke direkt reingeben lassen und Plastik sparen. Die ganzen Produkte im Selbstbedienungs-Kühlregal sind in Plastik verpackt, das muss nicht sein.

7. Milch und Säfte in Glasflaschen

Auch Tetrapacks sind unnötiger Verpackungsmüll. Milch und Säfte gibt es im Supermarkt mittlerweile auch immer in Glasflaschen, besser ist es, zu diesen zu greifen, da diese zu 100 % recyclet werden können.

8. Gläser und Dosen bevorzugen

Im Gegensatz zu Plastik, können Gläser und Dosen (also Konserven) sehr gut recyclet werden. Beim Einkaufen im Supermarkt sollte man stets überprüfen, ob es das Produkt, welches in Plastik verpackt ist, alternativ von einem anderen Hersteller ggf. noch in einem Glas oder in einer Dose verpackt gibt.

9. Tiefkühltruhe statt Kühlregal

Insbesondere bei veganen Produkten fällt es auf, es gibt z. B. gekühltes und gefrorenes veganes Hack. Das gefrorere, welches sich in der Tiefkühltruhe findet, ist ausschließlich mit einem Karton umhüllt. Das Hack aus dem Kühlregal hingegen ist in einer (zumeist großzügigen) Plastikbox verpackt. So gestaltet es sich mit einigen (Fertig)Produkten, die nicht nur vegan sind. Ein Vergleich und gezieltes Suchen lohnt sich.

10. Mehrwegflaschen kaufen

Solltest du nicht ganz auf Plastik verzichten können, so achte künftig darauf, dass du zu mindestens Mehrwegflaschen verwendest, die danach recycelt werden können. So hilfst du, dass nicht noch mehr Plastik hergestellt wird, sondern vorhandene Material wiederverwertet werden.

11. Süßigkeiten, Knabberzeug selber machen

Schwierig wird es, wenn man in die Nähe der Süßigkeiten- und Knabberregal kommt. Hier kommt man nicht nur regelmäßig in Gewissenskonflikte wegen der bösen Kalorien, sondern lässt es sich auch kaum vermeiden, plastikfrei einzukaufen. Doch es gibt vielleicht einen kleinen Kompromiss: Manche Süßigkeiten und Kanbbersachen lassen sich ganz einfach selbst machen. Zum Beispiel Cookies, Kekse oder alles andere, was gebacken werden kann. Klar, zum Gummibärchen-Produzenten oder Chips-Fabrikant muss man nun nicht werden (obwohl es auch gar nicht so schwer ist, Chips selbst zu machen), doch ab und an selbst einen Kuchen zu backen oder ein Mousse au chocolat zu machen, könnte eine gute und sinnvolle Alternative zum stets wiederkehrnden Griff zu den in Plastik verpackten Schokoriegel und Co. sein. Im Übrigen gibt es gerade in diesem Bereich große Unterschiede: Manche Süßigkeiten sind doppelt und dreifach verpackt: Man denke nur an Schoko-Bons, Mon Cherie & Co. Das muss nun wirklich nicht sein. Hier lohnt es sich auch schon, Produkte einzukaufen, die nur einmal verpackt sind. Und: Es gibt Schokolade Tafeln die in Pappe verpackt sind, sogar in normalen Supermärkte und Discountern.

12. Regional und unverpackt

Je nachdem wo du wohnst, bietet es sich an, mal nach dem nächsten Regionalladen oder Bauernhof Ausschau zu halten. Hier kannst du deine Milch, Eier und andere Lebensmittel direkt vom Erzeuger beziehen. Solltest du diese Möglichkeit nicht haben, check aus, ob es bei dir in der Stadt so genannte “Unverpackt-Läden” gibt. Hier hast du dann die Möglichkeit mit Dosen, leeren Glasbehältern und anderen Gefäßen bewaffnet, Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder auch Müsli zu kaufen.

Das sind nur einige Tipps, aber wenn du diese in deinen Alltag integrieren kannst, wirst du erstaunt sein, wie viel so eine kleine Änderung schon bewirkt. Minimiere jetzt deinen ökologischen Fußabdruck und fang an Plastik zu sparen.


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