3.07.2022 I Bereich: Bauernhoftiere

Das robuste Tamworth-Schwein, das kalte Winter mag

Das Tamworth-Schwein ist eine Schweinerasse aus England, genauer gesagt aus Tamworth/Staffordshire. Es entstand bereits im 19. Jahrhundert durch eine Kreuzung von Hausschwein und Wildschwein. Alles Wichtige rund um die rustikalen Schweine erfahren Sie in folgendem Artikel.

Das Tamworth-Schwein und dessen Erscheinungsbild

Das Tamworth, auch Tam oder Sandy Back genannt, ist von mittlerer Größe mit einem schmalen Kopf und Körperbau. Die Ohren richten sich nach vorne, die Beine sind lang und die Schnauze gerade. Einst variierte die Farbe des Fells zwischen orange bis hin zu purpurrot. Inzwischen ist das Fell goldrot bis braun mit einer dichten Behaarung.

Die Rasse verfügt über eine Höhe von ca. 50 bis 65 cm und eine Länge von 100 bis 140 cm bei erwachsenen Tieren. Ein ausgewachsener Eber erreicht ein Gewicht von 250 bis 370 kg, eine erwachsene Sau 200 bis 300 kg. Der Schwanz ist gekräuselt und bei erwachsenen Tieren bis zu 30 cm groß.

Wie entstand das Tamworth-Schwein?

Diese Schweinerasse wurde von Sir Robert Peel gezüchtet, welcher in Tamworth das Anwesen Drayton Manor besaß. Bereits im Jahre 1812 beschloss er, seine eigenen Schweine mit irländischen Schweinen (Irish Grazers) zu kreuzen. So wuchs das Tamworth mehr und mehr heran. In England wurde es dann schließlich im Jahre 1865 anerkannt als Rasse.

Thomas Bennett aus Illinois importierte die Tamworths 1882 nach Kanada und in die USA. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden sie auch nach Neuseeland und Australien exportiert. Sie gelten in den USA und Großbritannien als gefährdete Schweinerasse, da sie aufgrund des verlangsamten Wachstums für eine konventionelle Haltung ungeeignet sind.

Welches Verhalten weist ein Tamworth-Schwein auf?

Da diese Schweinerasse äußerst winterhart ist, sind Orte wie Kanada oder Schottland ideal für sie. Kalte Winter und starken Wind vertragen sie problemlos, da die Tamworths robust und langlebig sind. Mit Rindern weiden sie sehr verträglich, trotzdem können sie aggressiv gegenüber Tieren werden, die sich auf der gleichen Weide befinden. Das hat den Grund, dass sie instinktiv ihren Bereich schützen wollen.

Im Wald oder auf der Weide gehen die Schweine auf Nahrungssuche und werden in Anbausystemen, welche futterbasiert sind, eingesetzt.

Hat eine Sau Ferkel bekommen, zeigt sie ihre Fähigkeiten als Mutter, indem sie konsequent sämtliche Wurfgeschwister säugt. Ein Wurf besteht in den meisten Fällen aus 6 bis 10 Ferkeln. Nachdem die Ferkel geboren wurden, sind sie wüst und Menschen gegenüber sehr vorsichtig. Andererseits haben sie aber auch kein Problem, sich Menschen anzupassen und mit ihnen zu interagieren.

Und hier noch ein paar weiter Fotos den Tamworth-Schwein


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