17.12.2020 I Bereich: Wildtiere

Wie Ameisen die Wälder retten – und Christina Grätz die Ameisen

Bienen. Alle reden immer nur von Bienen. Dabei gibt es noch andere Weltenretter – oder besser gesagt Wälderretter – die eher ein Schattenleben führen: die Ameisen. Viele Arten stehen leider auf der roten Liste und sind gefährdet. Christina Grätz ist eine Ameisenumsiedlerin auf Rettungsmission.

Jede Ameise leistet ihren Beitrag

2.000 Nester hat Christina Grätz bereits umgesiedelt. Wenn man bedenkt, wie viele Ameisen in einem Nest zu finden sind (in einem Waldameisen-Nest können bis zu 1.000.000 Ameisen hausen) kann man sich ausrechnen, wie viele Ameisen die Ameisenumsiedlerin bereits gerettet hat. Warum das so wichtig ist? Ganze Wälder profitieren von den Kolonien, die Schädlinge fern halten und Samen und Früchte auf ihren Straßen verbreiten. Die kleinen Krabbler leisten so einen elementaren Beitrag für das Ökosystem Wald.

Einige Bilder von der Ameisenretterin und ihren Tieren

Ameisenrettung statt Fitnessstudio

Dabei sind es nicht nur die Krabbeltiere, die Christina Grätz umsiedeln muss: Bis zu 380 Säcke voll mit Ameisen und Nestmaterial hat sie einmal nur bei einer Rettungsaktion in die neue Heimat versetzt. Das können auch gut und gerne mal 2 Tonnen Material sein, die mit bloßer Muskelkraft und viel Feingefühl geschaufelt werden müssen.

Nur wer mit Liebe und Leidenschaft dabei ist, kann diese schweißtreibende Arbeit wie Christina Grätz bereits 15 Jahre durchhalten. Und wenn sich die Menschen weiterhin von den Ameisen in ihrem Garten gestört fühlen oder Bauprojekte auf Ameisenbehausungen geplant werden, wird sie auch die nächsten 15 Jahre der Rettung der Wälderretter widmen.


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