1.02.2022 I Bereich: Wildtiere

Spannende Fakten über den Wolf – ein schützenswertes Wildtier.

Der Wolf zählt zu den Säugetierarten, die einst am weitesten verbreitet waren. Der letzte Wolf, der frei lebte in Deutschland, wurde 1904 geschossen. Zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden sie unter Schutz gestellt und zwar international, wodurch sich die Bestände erholten. Mittlerweile werden hierzulande die Wildtierwelpen wieder geboren und der Bestand wächst jährlich.

Das Hör- und Sehvermögen des Wolfes

Das Wildtier hat nicht nur ein außergewöhnliches Hörvermögen, auch seine Augen leisten ausgezeichnete Arbeit. Sein Blickwinkel beträgt nachts 250 Grad, somit kann der Wolf vergleichsweise zum Menschen um einiges besser sehen. Der Blickwinkel eines Menschen beträgt 180 Grad. Die Ohren eines Wolfes sind relativ klein und innen sehr haarig, doch trotzdem ist sein Gehör erstklassig. Er kann Artgenossen aus kilometerweiter Ferne erkennen. Der Mensch hat vergleichsweise nur in etwa die Hälfte dieses Hörvermögens.

Der Wolf – das ideale Rudeltier

Als Wolfsrudel bezeichnet man die Elterntiere, den akutesten Wurf und den aus dem vorherigen Jahr. Ganz oft bleiben die Elterntiere lebenslang miteinander verbunden. Die Welpen verlassen ihr Rudel mit ca. 1 bis 2 Jahren, denn dann sind sie geschlechtsreif und können ihre eigene Familie gründen.
Um mit Artgenossen in Kontakt zu treten, beginnen sie zu heulen. Mit diesen Lauten markieren sie auch ihr Revier. Das Wildtier kann in seinem Territorium große Strecken zurücklegen, täglich bis zu 20 km. Wölfe im jungen Alter, welche sich von ihrem Rudel abwenden, um ein eigenes Rudel zu erschaffen, legen sogar bis zu 80 km täglich zurück.

Wie jagt der Wolf?

Um den Bedarf an Energie zu decken, benötigt ein ausgewachsener Wolf bis zu 3 kg Fleisch am Tag. Dennoch ist es kein Problem für das Wildtier, 14 Tage ohne Nahrung auszukommen. Er ist imstande, Hasen, Rehe oder Frischlinge im Ganzen zu verspeisen. Sind die Tiere aber größer, bleibt des Öfteren viel übrig, sodass andere Tiere sich die Beute ebenso zunutze machen können. Wölfe teilen sich ihre Kräfte sehr gut ein und versuchen mit so wenig Energie wie möglich ihre Beute zu erreichen. Meist handelt es sich dabei um verletzte, kranke oder alte Tiere. Findet das Wildtier in der Natur keine Beute, ernährt es sich von Abfällen des Menschen oder beginnt, Nutztiere anzugreifen.

Schutz für Nutztiere und Wölfe

Jährlich nehmen die Schäden zu, welche Wölfe anrichten, indem sie Nutztiere reißen. Zu 80 Prozent ernähren sich die Wildtiere zwar von Rehen, Wildschweinen und Rothirschen, trotzdem richten sie auch Schäden an Nutztieren an. Schafe und Ziegen zählen unter anderem zu ihrer Beute. Deshalb ist es wichtig, dass Halter von Weidetieren Unterstützung erhalten. Sei es in Form von Ausgleichszahlungen oder eben in Form von Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Herden. Um von der Bevölkerung als Wildtier akzeptiert zu werden, bedarf es einem guten Schutz der Nutztiere. Herdenschutzhunde und Zäune sorgen dafür, dass keine Partei zu Schaden kommt. Da hierzulande die Wölfe sehr gefährdet und deshalb auch geschützt sind, dürfen sie in keinem Fall gejagt werden.

Die Begegnung mit einem Wolf – wie verhalten?

In der Regel stellen Wölfe keine Gefahr für Menschen dar. Wenn sie merken, dass Menschen in der Nähe sind, ziehen sie sich meist umgehend zurück. Sollte es aber doch einmal zu einer Begegnung kommen, sollte man ruhig bleiben. Wolfswelpen können neugierig sein, doch sollte man nicht auf sie zugehen. Ratsam ist es, sich ganz ruhig und langsam zu entfernen.

Und hier noch ein paar Bilder der wunderschönen Wildtiere


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