27.01.2021 I Bereich: Wildtiere

Der sibirische Tiger liebt es eisig

Die größte lebende Katze der Welt ist der sibirische Tiger, häufig auch Amurtiger oder Ussurtiger genannt. Der Sibirische Tiger lebt in kalten Regionen und ist heute nur noch in einem schmalen Streifen zwischen Russland, China und Nordkorea heimisch. Dieses wunderschöne Wildtier ist stark vom Aussterben bedroht. Die Zerstörung des Lebensraums und die Jagd durch organisierte Banden von Wilderern hat dazu geführt, dass heute nur noch wenige Exemplare in freier Wildbahn leben.

Körperliche Merkmale sibirischer Tiger:

Ein sibirischer Tiger erreicht eine durchschnittliche Länge von Kopf bis Rumpf von in etwa zwei Metern. Hinzu kommt die Schwanzlänge, welche bis zu etwas mehr als einen Meter betragen kann. Die Schulterhöhe beträgt ebenfalls etwas mehr als einen Meter. Das Fell sibirischer Tiger weist die charakteristische Färbung auf, auch wenn die Farbtöne etwas heller als bei sonstigen Tigerarten ist. Die Länge des Fells beträgt je nach Jahreszeit zwischen 15 und 55 Millimeter und ist damit deutlich länger, als bei anderen Großkatzen. Damit besitzt dieses Wildtier häufig ein recht zotteliges Erscheinungsbild.

Der sibirische Tiger: Ein Wildtier mit besonderer Lebensweise

Der Tiger ist überraschend anpassungsfähig. Dennoch zeigt sich ganz klar, dass bestimmte Regionen bevorzugt aufgesucht werden. Meist handelt es sich hierbei um küstennahe Gebiete, welche nur selten in einer Höhe von mehr als 1000 Metern über dem Meeresspiegel liegen. Waldige Gebiete sind zwingend nötig, dabei werden Wälder mit einem sehr dichten Bodenbewuchs bevorzugt. Ob Laub- oder Nadelwälder ist hierbei nebensächlich.

Einige Schnappschüsse von sibirischen Tigern:

Was jagd und frisst der sibirische Tiger?

Ein männlicher sibirischer Tiger besitzt ein Revier, welches bis zu 300 km² umfassen kann. Meist wird das Revier mit mehreren Weibchen geteilt. Dennoch sind sie ausgesprochene Einzelgänger und verteidigen ihre besten Jagdgründe auch gegen Artgenossen äußerst aggressiv. Bei dem sibirischen Tiger handelt es sich um ein Wildtier, welches täglich mehrere Kilogramm Fleisch zu sich nehmen muss. Diese hohe Menge erklärt sich durch den erhöhten Energiebedarf im kalten Klima. Um dieses Ziel zu erreichen werden Hirsche, Wildschweine, Elche aber auch Luchse und sogar Bären erlegt. Nach dem Riss wird die Beute üblicherweise an einen ruhigen und sicheren Platz gebracht, wo diese verzehrt wird. Reste können dank der kalten Temperaturen auch über mehrere Tage hinweg aufbewahrt und als Nahrung verwendet werden.

So jagt ein Sibirischer Tiger

Der Tiger versucht stets, so nahe wie möglich an seine Beute zu gelangen, ohne auf sich aufmerksam zu machen. Ist er nahe genug, springt er seine Beute mit einem gewaltigen Satz an und versucht seine Eckzähne in den Hals des Beutetiers zu schlagen. Bei einem erfolgreichen Angriff sterben die meisten Tiere sofort an dem Nackenbiss. Nur größere und kräftigere Tiere schaffen es, sich kurzzeitig zu befreien und zu flüchten. Der Blutverlust durch einen Biss in den Nacken ist jedoch zu groß. Der Tiger muss nun seiner Beute nur noch gemächlich folgen und warten, bis diese zu schwach zum weiteren Flüchten geworden ist.

Ein Wildtier mit geringem Bestand aber mit großer Hoffnung für die Zukunft

Aktuell dürften nur noch in etwa fünfhundert Exemplare in freier Wildbahn leben. Hinzu kommen weitere 500 bis 600 Tiere, welche in zoologischen Einrichtungen leben. Diese zahlen klingen auf einen ersten Blick erschreckend niedrig. Doch noch vor fünfzig Jahren zeigten Zählungen, dass nur noch unter hundert Tiere wild lebten. Der Bestand hat sich also inzwischen deutlich vermehrt und auf einem einigermaßen stabilen Niveau eingependelt. Dennoch muss der Mensch seinen Beitrag dazu leisten, damit dieses wunderschöne Wildtier nicht von der Erde verschwindet. Spezielle Zucht- und Auswilderungsprogramme führen bereits zu ersten Erfolgen, sodass gehofft werden kann, dass sich der Bestand in den kommenden Jahren sogar verdoppeln könnte.

Hier noch enige Bilder vom sibirischen Tigern:


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