25.08.2020 I Bereich: Bauernhoftiere

Massage & Wellness für Rinder

Entspannte Kühe und glückliche Rinder geben mehr Milch. Das ist nicht nur eine Binsenweisheit, die jeder Landwirt kennt, sondern mittlerweile auch in Expertenstudien nachgewiesen. Durch Möglichkeiten zur Massage lässt sich das Wohlbefinden der Tiere deutlich steigern.

Rinder und ihr natürliches Verhalten

Rinder sind Herdentiere, die über ein ausgeprägtes Rangordnungssystem verfügen. Daher brauchen diese Nutztiere in einem naturgerechten Stall genügend Auslauf, Ausweichmöglichkeiten, um ranghöheren Tieren auszuweichen, sowie die Befriedigung ihrer essentiellen Bedürfnisse wie Nahrung und Wasser, Schutz vor Hitze und Liegemöglichkeiten. Entspannung und Komfort der Tiere werden durch Möglichkeiten zur Körperpflege wie zum Beispiel Bürsten zur Massage erhöht.

Nutztiere im Laufstall

Gerade in der Bio-Haltung, aber zunehmend auch von konventionell wirtschaftenden Landwirten, wird den natürlichen Bedürfnissen der Tiere Rechnung getragen, indem sie in Laufställen gehalten werden. Hierbei sollten nicht nur die Wohlfühltemperaturen der Rinder erreicht werden (bis 16, maximal 20 Grad), sondern auch ausreichend Flächen zum Ruhen zur Verfügung stehen, die Gänge vor den Fressstellen und den Wasserstellen breit genug sein und genügend Platz an den Fress- und Wasserständen sowie an den Melkständen zur Verfügung stehen, damit auch die rangniederen Tiere zum Zug kommen. Sackgassen sollten unbedingt vermieden werden. Damit sich die Tiere sicher fühlen, muss der Boden trittsicher und am besten etwas elastisch sein, zum Beispiel durch geeignete Einstreu. Massagebürsten für die Rinder bieten einen zusätzlichen Komfort und steigern dadurch ebenfalls die Milchleistung. Es ist zum Teil richtig witzig, anzusehen, wie sich die Tiere verrenken, um sich an einer bestimmten Körperstelle kratzen zu lassen.

Massage mit der Kuhbürste

Kuhbürsten gibt es in diversen Ausführungen: von der einfachen, stationären Kratzbürste bis hin zur mehrteiligen, elektrischen Schwingbürste. Kuhkratzer sind robust und preiswert. Im Prinzip sind sie nichts anderes als eine Bürste, die an einer Stelle in passender Höhe montiert ist und an der sich die Kühe reiben können. Diese Bürsten werden oft sehr gerne angenommen und von den Kühen statt eines Baums oder anderen Gegenstands zum Kratzen verwendet. Je nach Höhe können die Kühe vor allem ihre Seite und ihren Kopf daran kratzen und reinigen.

Etwas raffiniertere Bürsten bestehen aus zwei Teilen und erlauben ein gleichzeitiges Kratzen des Rückens und der Seite.
Die Premiumbürsten sind rotierende, elektrische Bürstensysteme, die bei Druck beginnen, zu rotieren und damit dem Rind eine angenehme Massage zukommen lassen. Schnell lernen die Tiere, diese Geräte zu nutzen. Dadurch werden Parasiten entfernt, die Durchblutung gesteigert, die Haut gereinigt, der Stresspegel gesenkt und die Nutztiere insgesamt zufriedener, wodurch nachgewiesen die Milchleistung steigt. Eine Anschaffung, die sich jedenfalls lohnt.

Tolle Aktion in der Schweiz