13.02.2021 I Bereich: Wildtiere

Luchs, Lynx – Steckbrief einer großartigen Großkatze

Der Luchs ist eine vom Aussterben bedrohte großartige Wildkatze, die seit Jahrhunderten die Menschen fasziniert. Es ist die größte Katze, die in Europa lebt – die hier ansässige Gattung nennt sich “Eurasicher Luchs”, sie lebt außerdem in Asien. Auf der iberischen Halbinsel lebt der Pardelluchs, welcher am meisten vom Aussterben bedroht ist. Zudem gibt es auch noch den “Kanadischen Luchs” und den “Rotluchs”. Die majestätische Erscheinung dieser bezaubernden Wildtiere, ihre anmutigen Bewegungen und die vielfältigen Jagdfähigkeiten machen dieses Tier zu etwas ganz Besonderem. Nachfolgend die wichtigsten Fakten über den Luchs als Steckbrief zusammen gefasst.

Lateinischer Name des Luchs: Lynx Lynx

Wie alt kann der Luchs werden? Der Luchs hat eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.

Gewicht und Körpergröße der Großkatze: Das Tier bringt zwischen 20 bis 25 kg auf die Waage und kann ca. 70 cm groß werden und eine Länge von 120 cm erreichen.

Wie schnell ist das Wildtier? Mit einem rasanten Sprint schafft der Luchs es bis zu einer Geschwindigkeit von 70 km pro Stunde zu beschleunigen.

Wovon ernährt sich der Luchs sich? Die Wildkatze frisst hauptsächlich Paarhufer und Kleinsäugetiere. Der Luchs steht on Top auf der Nahrungskette und reguliert dementsprechend die Population seiner Beutetiere. Am liebsten frisst er Rehe. Sie stehen ganz oben auf seinem Speiseplan. Ab und an gönnt er sich auch eine Maus oder einen Vogel. Das Wildtier benötigt ca. 1 kg Fleisch pro Tag.

Wie sieht der Luchs aus?
Charakteristisch für den Luchs sind die großen Ohren mit den abschließenden Haarpinseln an den Ohrenspitzen. Das dichte Fell weist Flecken auf und hat eine rötlich bis gelbbraune Färbung, die im Winter ins Graubraune wechselt. Er ist hochbeinig und hat große breite Pfoten, die ihm bei der Jagd helfen. So ist er für jede Witterung gut gerüstet. Im Winter bekommt der Luchs eine dichte Unterwolle, die von Grannenhaaren überwachsen ist.

Besondere Fähigkeiten des Wildtiers: Der Luchs ist ein ausgezeichneter Jäger, der seine Beute schon aus 50 Metern Entfernung per Gehör wahrnehmen kann. Durch die Ohrpinsel und die Barthaare wird der Schall reflektiert und er kann seine Beute entsprechend ausmachen, auch aus einer größeren Distanz heraus. Seine Augen sind lichtempfindlich, so dass er hauptsächlich in der Nacht auf Beutejagd geht.

Revierverhalten des Luchs: Das Wildtier hat ein ausgeprägtes Revierverhalten. Er benötigt eine große Fläche für seine Beutezüge. Die Reviergröße kann dabei bis zu 450 Quadratkilometer betragen. Luchse sind Einzelgänger und die männlichen Tiere benötigen ein größeres Areal als die weiblichen Tiere.

Paarungsverhalten – Wie pflanzt sich der Luchs fort? Die Paarungszeit, die sogenannte Ranz, des Wildtieres liegt in den Monaten Februar und März. Das Weibchen ist bei der ersten Paarung ca. 2 Jahre alt, das Männchen ca. 3 Jahre alt. Das Weibchen ist ca. 2,5 Monate tragend und gebährt dann zwischen zwei bis fünf Junge. Die Mutter säugt die Jungen fünf Monate, bevor sie anfangen, selbst die ersten Jagdversuche zu unternehmen. Von den fünf Jungen, schaffen es in der Regel nur ein bis zwei der Wildtiere zu überleben. Sie bleiben dann noch ca. 1 Jahr im Jagdgebiet der Mutter, bis sie weiterziehen.

Ist das Wildtier bedroht? Ja! Die Bedrohung für das interessante Wildtier besteht hauptsächlich durch den Menschen. Der Mensch zerstört den Lebensraum der Großkatze und jagt sie mit Fallen oder durch Auslegen von Gift. Insbesondere Landwirte und Schafhirte sind auf das Wildtier leider nicht gut zu sprechen. Manchmal verenden die Großkatzen aber auch bei Verkehrsunfällen auf der Straße, da sie, wenn sie ihr Areal durchqueren, zwangsläufig Straßen passieren müssen. Tod durch Unfall ist die Haupttodesursache dieser wunderschönen Großkatze.


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