23.04.2022 I Bereich: Haustiere, Wildtiere

Ein Frettchen als Haustier – Was gibt es zu beachten?

Frettchen als Haustiere erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Was nicht weiter verwundert, haben sie doch ein Fell in außergewöhnlichen Farbschattierungen und werden durch den intensiven Kontakt zum Menschen besonders zahm.

Ein Leben für die kleinen Räuber

Die Tiere stammen höchstwahrscheinlich vom Europäischen Iltis ab. Obwohl es gibt auch Experten, die meinen, dass sie vom Steppeniltis abstammt. Auf jeden Fall sind sie unternehmungslustig, neugierig und man kann es kaum glauben, dass die putzigen Tierchen vor langer Zeit für die Jagd verwendet wurden.

Damit sich das Haustier nicht langweilt, ist es sinnvoll, ihm anregende Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Zweige, Steine oder Kartonagen als Versteckmöglichkeiten, sowohl der Käfig als auch der tägliche Auslauf kann abwechslungsreich gestaltet werden.

Wie ist das Verhalten eines Frettchens?

Die Tiere schlafen gerne und viel. Fast könnte man meinen, schlafen wäre ihre Lieblingsbeschäftigung. Es gibt jedoch immer wieder Wachphasen und in denen sind die Tiere ganz schön temperamentvoll. Die kleinen Räuber erkunden ihre Umgebung und sind für jeden Spaß zu haben. Etwas Vorsicht ist jedoch geboten, wenn ihnen etwas nicht gefällt, zeigen sie ihren Unmut mit Bissen.

Kann ein Frettchen als Haustier alleine gehalten werden?

Sie sind Rudeltiere und dürfen nicht alleine gehalten werden. Es müssen immer mindestens zwei Tiere gemeinsam gehalten werden. Sie sind soziale Tiere, die gerne gemeinsam spielen und dringend einen oder mehrere Artgenossen brauchen.

Eine harmonische Wohngemeinschaft mit unkastrierten Rüden ist manchmal schwierig. Außerdem können sie nicht nur im Käfig gehalten werden. Sie brauchen mehrere Stunden täglich ihren Auslauf, bei dem sie die gesamte Wohnung in Beschlag nehmen. Neugierig sind sie ja und es gibt außerhalb des Geheges viel zu entdecken.

Einige Bilder von Frettchen als Haustier

Was fressen die Tiere?

Weibliche und männliche Tiere unterscheiden sich in ihrer Größe. Das Weibchen wird auch Fähe genannt und bleibt mit einer Körperlänge von 30 bis 40 Zentimetern und einem Gewicht von 500 bis 900 Gramm etwas kleiner als das Männchen. Rüden werden rund 60 Zentimeter groß und können bis zu zwei Kilogramm auf die Waage bringen.

Ob Rüde oder Fähe, die attraktiven Tiere sind Fleischfresser. Im Handel gibt es spezielles Frettchenfutter zu kaufen. Aber auch Katzenfutter kommt in Frage, egal ob Nass- oder Trockenfutter. In Maßen gefüttert, darf man seine kleinen Lieblinge mit Hundekuchen und etwas Gemüse belohnen.

Für wen ist ein Frettchen als Haustier geeignet?

Frettchen sind für jene Menschen geeignet, die bereit sind, viel Zeit in die Haltung zu investieren. Sie brauchen den täglichen Auslauf und nehmen keine Rücksicht auf die Inneneinrichtung. Anders als Hunde sind sie auch nicht stubenrein und beim Auslauf wird nur mit viel Glück die Katzentoilette benutzt.

Kinder lieben das pelzige Tier, aber das Haustier ist kein Kuscheltier, das ständig getragen werden möchten. Ab einem Alter von ungefähr acht bis zehn Jahren können Kinder die Pflege übernehmen, vorausgesetzt sie werden von Erwachsenen unterstützt und es wird ihnen die tiergerechte Pflege und der richtige Umgang nahegebracht.

Was gibt es sonst noch bei der Haltung zu beachten?

Die Tiere haben einen starken Geruch, vor allem Rüden riechen intensiv. Der Duft stammt von einem Sekret der Analdrüsen und dient den Frettchen zur Kommunikation.

Einige Bilder von wilden Frettchen


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