21.01.2019 I Bereich: Bauernhoftiere Ernährung Plastik

Die grausame Salami

10 Gründe warum dieses Produkt grausam ist und unseren Planeten zerstört.

Bei diesem Produkt handelt es sich um eine so genannte „Edelsalami“. Man findet sie in diversen Supermärkten. Manchmal aus Rind-, meistens aus Schweinefleisch. Manchmal trägt es sogar ein „Bio“-Siegel. Warum so ein Produkt niemals „Bio“ sein kann, ganz im Gegenteil, für Grausamkeit, Verantwortungslosigkeit und reine Profitgier steht, erfahren Sie durch nachfolgende 10 Gründe.

1. Massentierhaltung und das Tierleid
Salami, die Sie im Supermarkt/Discounter kaufen können, wird garantiert aus Rindern und Schweinen hergestellt, die in Massentierhaltung leben. Massentierhaltung steht in den meisten Fällen für einen respekt- und verantwortungslosen Umgang mit Tieren. Die Tiere sehen oft ihr ganzes Leben kein Sonnenlicht und dürfen nie erfahren, was frische Luft bedeutet. Sie sind eingepfercht in engen Käfigen, leiden, sind teilweise krank, werden nicht gut behandelt.

2. Tiertransporte und das Tierleid
Schweine und Rinder aus Massentierhaltung werden zum Schlachten in Tiertransporte gedrängt, stundenlang durch die Gegend gefahren, was ungeheuren Stress für die Tiere bedeutet. Oft sind die Bedingungen in den Transportern elend und einige Tiere sterben schon auf der Fahrt. Tiertransporte erinnern irgendwie an die Züge der Nazis, die die Juden in die KZ-Lager brachten.

3. Schlachthof und das Tierleid
Nach einem traurigen, kurzen Leben und einem überaus stressigen Transport, endlich im Schlachthof angekommen. Doch auch das Ende ist für die meisten Tiere eine große Qual. Große Schlachthöfe schlachten im Akkord, die Tiere werden wie Ware behandelt. Bereits voller Angst und Stress im Schlachthof angekommen, riechen sie das Blut der anderen bereits toten Artgenossen. Sie wissen, was auf sie zu kommt. Die Tötung in Deutschland läuft zwar nach fest gesetzten Standards ab, bei dieser Schnelligkeit, kann aber auch einmal etwas schief gehen. Das heißt, manche Tiere sind bei vollem Bewusstsein, wenn sie ausbluten. Und selbst wenn das Fleisch der Salami von deutschen Tieren kommt, heißt das nicht, dass sie auch in Deutschland geschlachtet werden. Andere Länder, andere Sitten. Es ist gut möglich, dass die Tiere einen noch qualvolleren Tod im Ausland, nach einem noch längeren Transport erleben mussten.

4. Urwaldrodung für Futtermittel
Tiere aus der Massentierhaltung werden häufig mit Futtermittel aus Soja gefüttert. Für die Millionen von Tiere wird eine Unmenge an Futter benötigt. Dafür werden riesige Sojaplantagen angebaut. Und hierfür muss der Urwald und somit Lebensraum für viele Tiere wie z. B. die wunderschönen Orang-Utans weichen. Der Urwald ist aber nicht nur wichtig für großartige Tiere und Pflanzen, er spielt auch eine essenzielle Rolle für das Gleichgewicht der Erde. Er reduziert auf natürliche Weise den CO2 Ausstoss.

5. Wasserverschwendung
Das Futter, das die Tiere benötigen, braucht Wasser um zu wachsen. Die Tiere selbst brauchen Wasser. Die Industrie, welche die Produkte verarbeitet, benötigt Wasser, usw. Kurzum wird für 1 Kilo Rindfleisch unglaubliche 15.415 Liter von so genanntem virtuellem Trinkwasser benötigt. Trinkwasser ist aber keine grenzenlose Ressource, in armen Ländern herrscht teilweise großer Wassermangel.

6. CO2 Emissionen und der Treibhauseffekt
Die Millionen Rinder in Massentierhaltung verursachen eine immensen CO2 Ausstoß, dadurch dass sie aufstoßen. Das verstärkt den Treibhauseffekt unserer Erde.

7. Plastikmüll
Tierleid, Urwaldrodung und Wasserverschwendung reichen noch nicht aus. Das ganze wird auch noch durch die dicke Plastikverpackung getoppt. So entsteht Unmengen an Plastikmüll. Abgesehen von den Ressourcen, die verbraucht werden, um die Plastikverpackung herzustellen. Ein Wegwerfprodukt, das sinnlos produziert wurde, um die Hülle für Grausamkeit und Profitgier zu sein.

8. Schlechte Qualität
Ein trauriges Leben, ein stressiges Ende, schlechtes Futter, unnatürliche Haltung – was bedeutet das Wohl für die Qualität des Fleisches und somit für das Salami-Produkt? Ganz einfach, es ist keine gute Qualität. Noch dazu landet in so einem Produkt sicher nicht die Premiumqualität und die guten Stücke der Tiere – auch wenn eine findige Marketingabteilung mal gedacht hat, mit dem Zusatz „Edel“ oder „Gourmet“ verkauft sich das Ganze noch besser. An diesem Produkt ist sicherlich überhaupt nichts „edel“ oder „gourmet“. Es ist billige Restware, die mit vielen Gewürzen zusammengepuncht wird. Tierleid und Umweltverschmutzung on top! Dann guten Appetit!

9. Ungesund für den Körper
Zu guter Letzt – diese Produkte sind schlecht für die Gesundheit. Es befinden sich keine Nährstoffe, dafür schlechte Fette, allerhand Emulgatoren und Geschmacksverstärker darin. Eigentlich könnte man sagen, man isst tierisches Abfallprodukt und schlechtes Fett mit allerhand Chemie, so dass das Produkt überhaupt genießbar ist.

10. Miese Qualität für teures Geld
Mit dem Kauf eines solchen Produktes machen Sie kein Schnäppchen. Im Gegenteil. Sie unterstützen den Gewinn der Konzerne, sonst nichts. Diese Salami-Produkte kosten ungefähr 1,50 bis 2,50 Euro – je nach Anbieter, Supermarkt und enthaltener Menge. Die größten Kosten für das Unternehmen ist nicht gleich, wie man meinen mag, die Salami an und für sich, sondern die Verpackung, die Transportkosten, das Marketing, die Mitarbeiter… Dennoch sind die Produktionskosten bei der Masse gering. Sie kaufen demnach schlechte Qualität für teures Geld.

Was können Sie tun?
Kaufen Sie keine Produkte aus der Massentierhaltung beim Discounter oder Supermarkt. Gehen Sie zum Metzger oder Hofladen Ihres Vertrauens und vergewissern Sie sich, dass die Tiere ein gutes Leben geführt und einen respektvollen Tod erfahren haben.

Klären Sie auch Ihre Familie und Freunde auf. Animieren Sie dazu, keine abgepackten Tierprodukte im Discounter oder Supermarkt zu kaufen.

Denken Sie auch daran, wenn Sie beim nächsten Mal eine Salamipizza o. Ä. bestellen/kaufen möchten. Manchmal verstecken sich tierische Produkte aus der Massentierhaltung, z. B. die kleinen Speckkrümel auf der Laugen-Käse-Speck-Stange vom Bäcker.

Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum oder entscheiden Sie sich am Besten gleich für einen vegetarischen/veganen Lebensstil.