29.11.2021 I Bereich: Wildtiere

Der Weiße Hai muss sich vor Menschen fürchten, nicht anders herum

Der Weiße Hai hat zu Unrecht den Ruf, ein gefährlicher, blutrünstiger Killer zu sein. Filme wie „Der weiße Hai“ haben zu diesem Ruf beigetragen. Dabei ist es viel eher so, dass dieses Wildtier den Menschen fürchten muss. Während jährlich weltweit etwa 5-10 Menschen durch einen Hai-Angriff sterben, sterben im gleichen Zeitraum mehr als 100 Millionen von ihnen durch Menschenhand. Der Grund sind ihre Flossen, denen in Asien eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird. Somit landen unglaublich viele Haifischflossen in Asien in einer Delikatessen-Suppe. Dazu kommt, dass viele Haie als Beifang in Fischernetzen verenden.

Haie allgemein und auch der Weiße Hai sind wichtig für die Ozeane. Würden sie aussterben, würde das gesamte Ökosystem der Meere aus der Balance geraten, da sie in der Nahrungskette ganz oben stehen.

Ein Weißer Hai ist ein unglaublich faszinierendes Wildtier, das unbedingt geschützt werden muss.
Nachfolgend einige spannende Fakten über diese Haiart.

Ein Weißer Hai hat keine schwarzen, sondern schöne, dunkelblaue Augen.

Ein Weißer Hai wird oft mit kleinen schwarzen Augen dargestellt, die ihren Ruf eines „Killers“ unterstreichen. Das ist aber falsch. Die Iris des Weißen Haies ist dunkelblau, nicht schwarz.

Ein Weißer Hai ist unglaublich anpassungsfähig

Die rote Muskulatur des Weißen Haies ist stark entwickelt. Dazu hat dieses Wildtier einen sehr spezifischen Blutkreislauf. Beides sorgt dafür, dass dieser Hai seine Körpertemperatur stets höher halten kann, als die kalten Wassertemperaturen des atlantischen Ozeans.

Der weiße Hai ist älter als Dinosaurier

Der Weiße Hai ist wesentlich älter als die Dinosaurier. Forscher fanden 2020 das Fossil eines Haies, der vor über 370 Millionen Jahren lebte, in der Nähe des Atlas-Gebirges in Marokko. Damit existierte dieser Hai schon 200 Millionen Jahre, bevor es die ersten Dinosaurier gab.

Lorenzinischen Ampullen

Wie alle Haie hat auch der Weiße Hai dieses Sinnesorgan. Diese Ampullen sitzen am Kopf und sind dort als dunkle Porenöffnungen zu erkennen. Mit diesem Sinnesorgan ist es dem Wildtier möglich, Temperaturunterschiede und elektrische Felder anderer Lebewesen wahrzunehmen. So erkennen sie etwa deren Herzschlag oder deren Muskel-Aktivitäten. Das hilft dem Weißen Hai z.B., wenn sich Beutetier im Seegras oder unter Sand verstecken.

Auch bei der Paarung helfen die Lorenzinischen Ampullen. Sie wirken wie ein eingebauter Kompass. Das Wildtier kann mit ihnen Meeresströmungen spüren, da sie elektrische Magnetfelder erzeugen. Das hilft den Haien zur Paarung immer wieder an den gleichen Ort zurückzukehren.

Ausgezeichneter Geruchssinn

Ein Weißer Hai hat einen extrem gut ausgebildeten Geruchssinn. Er kann einen Tropfen Blut auch dann noch aus über 100 Metern Entfernung riechen, wenn er milliardenfach verdünnt ist.

Nachfolgend ein paar Bilder des faszinierenden weißen Hai


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