21.04.2021 I Bereich: Wildtiere

Der Fischotter – Tier des Jahres 2021

Der Fischotter ist leider vom Aussterben bedroht. Daher wurde er zum Tier des Jahres 2021 gewählt. Das Wildtier lebt in sauberen, fischreichen Gewässern. Beispielsweise in Flüssen oder Bächen. Fische, Vögel samt Eier, Reptilien, Amphibien, Krebse, kleine Säuger und Insekten stehen auf seinem Speiseplan. Er wird bis zu 12 Kilogramm schwer und nimmt einen Kilogramm Futter pro Tag zu sich. 16 Jahre alt wird er im Durchschnitt.

Das Tier hat eine spitze Körperform mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen und wird 1,2 Meter lang. Weiterhin besitzt es Tasthaare an der Schnauze, um sich in trüben Gewässern zurechtzufinden. Fischotter sind bräunlich gefärbt, im Bauchbereich heller. Die Kehle und das Kinn sind weißgrau. Ohren, Augen und Nasen sind in einer Linie angesetzt. Jetzt zu den Fakten:

1. Kot der nach Veilchen riecht

Der Kot des Fischotter duftet nach Veilchen. Um sein Revier zu markieren, kotet der Otter auf hohe Steine. Die unverdaulichen Schuppen und Gräten, die darin enthalten sind, lassen den Kot auf wundersame Weise manchmal nach Veilchen duften.

2. Unersättliches, verfressenes Tierchen, dieser Fischotter

Aufgrund des rasanten Stoffwechsel des Tierchens, muss es gnadenlos fressen. Ein Fischotter nimmt täglich in etwa 15 bis 25 Prozent des Körpergewichts zu sich. Die Haut des Otters ist lose. Dies kommt ihm zugute, da er so kleine Taschen bilden kann, worin er Futter sammelt.

3. Das Wildtier galt als Luxusprodukt

Aufgrund seines besonderen Fells, wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts mit Hunden gejagt. Jeder wollte das Fell dieses Tieres haben. Jäger bildeten sogar eigens gezüchtete Rassen für diesen Zweck aus. So wurde das Wildtier beinahe ausgerottet.

4. Meister des Fells unter den Meeressäugern

Im Gegensatz zu Robben, die mit einer Fettschicht überzogen sind, hat der Fischotter unheimlich dickes, dichtes Fell. Es schützt ihn vor Kälte und Nässe. So befinden sich auf einem Quadratzentimeter über 65.000 Haare! Zum Vergleich: wir Menschen weisen auf solch einer Fläche nur 200 Haare auf. Zusätzlich ist das Fell miteinander verzahnt. Dadurch kann der Fischotter Wärme regulieren.

5. Tauchen? Kein Problem für den eleganten Fischotter!

Bis zu sieben Minuten kann das Wildtier unter Wasser sein. Dabei bewegt der Otter sich lautlos und elegant, wie eine Kunstturnerin, durch das Wasser.

6. Der Mensch war einst sein Feind

Früher sah die Kirche dieses Tier als Fisch an, da es im Wasser lebte. So durfte das Tierchen auch in der Fastenzeit gegessen werden und galt als regelrechte Delikatesse.

7. Fischotter mögen keine Brücken

Warum auch immer, aber das Tierchen will einfach nicht unter Brücken hindurch. Dies ist der Grund, warum viele seiner Art überfahren werden. Aufgrund der Abneigung, bevorzugt es der Otter nämlich Umwege in Kauf zu nehmen. Leider kostet ihn diese ungewöhnliche Eigenschaft nicht selten das Leben.

8. Fischotter besitzen einen ausgeprägten Sozialsinn

Verwaiste Babys werden von anderen Müttern aufgenommen und umsorgt. Ein wirklich wundervoller Fakt über das Wildtier.

9. Der Fischotter nimmt Geiseln und fordern Lösegeld(futter)

Entgegen des gerade beschriebenen Punktes, können die Tiere auch durchaus unangenehm werden. Bekommen sie nicht genügen Nahrung, so nehmen sie einfach andere Junge als Geisel. So müssen andere Mütter Futter als Lösegeld zahlen.

10. Das Wildtier hat Verwandtschaft

Der Seeotter, der in Amerika beheimatet ist, ist ein enger Verwandter und wird oftmals mit ihm verwechselt. Dabei weist dieses schlaue Kerlchen ganz andere Eigenschaften auf, beispielsweise das Händchenhalten, um nicht voneinander getrennt zu werden.

Hier noch eine tolle Bilder des süßen Fischotters:


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