2.08.2020 I Bereich: Bauernhoftiere

Das schöne, schwarze Schwein aus Spanien

Das iberische Schwein ist recht klein, hat einen gut proportionierten Kopf mit dickem Hals und eine spitze Schnauze. Seine Beine sind lang, es hat schwarze Borsten und schwarze Hufe. Das Aussehen ähnelt dem eines Wildschweines. Dies ist der Fall, weil die Rasse ursprünglich aus einer Kreuzung von Hausschwein und Wildschwein hervorgegangen ist. Das Gewicht der Schweine beträgt in der Regel um die 180 Kilogramm. Die Borstenfarbe kann außerdem variieren. Es kommt nicht selten vor, dass man eher eine rötliche oder blonde Färbung zu Gesicht bekommt.

Herkunft und Lebensraum des iberischen Schweins

Das iberische Schwein lebt vorwiegend in der Dehesa. Sie ist eine 1 Millionen Hektar große Region in Spanien, die vorwiegend von Stein- und Korkeichen bedeckt ist. Ursprünglich lebten die Tiere in Südwestspanien und teilweise auch in Portugal. Die Dehesa ist ein weltweit einzigartiges Ökosystem, in dem alle Überlebensvoraussetzungen für die Rasse gegeben sind. Diese besondere Qualität der Region hat sich in den letzten Jahrhunderten durch ein perfektes Zusammenspiel von Mensch, Tier und Pflanzenwelt entwickelt. In Spanien wurden die iberischen Schweine bereits von römischen Legionären gezüchtet. Die Geschichte der Rasse reicht also weit zurück.

Verhalten des iberischen Schweines

Die Schweine können ihr natürliches Verhalten grundsätzlich in vollen Zügen ausüben, weil sie in großen Freiflächen gehalten werden. Damit haben sie sehr viel Bewegungsmöglichkeit, was für die Qualität des Fleisches von großer Bedeutung ist, weil sich dadurch Fett in den Muskeln ablagert. Eine Haltung der Tiere in Innenanlagen ist deshalb nicht möglich. Aufgrund ihrer Anatomie ist die Rasse auch geschützt vor Witterung. Die Nahrung der Schweine setzt sich vor allem aus Gräsern, Eicheln, Kräutern und Getreide zusammen. Dadurch sorgen sie auch für eine sehr gleichmäßige Bewachsung der Weideflächen. Ebenfalls muss erwähnt werden, dass die Rasse auch gerne Insekten frisst, wodurch Insektenplagen eher unwahrscheinlich sind.

Nutzung des Iberico Schweins

Die Züchtung der Rasse stellt in vielen Regionen Spaniens einen wichtigen Teil der Landwirtschaft dar. Aufgrund der Haltungserfordernisse ist diese aber auf gewisse Gebiete beschränkt. Die Tiere wachsen in Weideanlagen auf. Das unterscheidet sie maßgeblich von den Hausschweinen, weil diese oft in Massentierhaltung leben. In diesen Einrichtungen leben die iberischen Schweine das ganze Jahr im Freien, unabhängig von Wind und Wetter. Die Schweine werden dann gemästet und sobald sie ein gewisses Gewicht erreicht haben (ungefähr 180 Kilogramm) erfolgt die Schlachtung und der Verkauf des Fleisches. Dieser Vorgang dauert in der Regel 18 Monate. Das Fleisch gilt als eine der teuersten und gefragtesten Sorten der Welt. Die Ohren werden oft als Hundefutter verkauft.

Nachfolgend einige Bildes des iberischen Schweins: