8.02.2021 I Bereich: Bauernhoftiere, Ernährung

Aktueller UNO-Bericht: Fleischkonsum ist Umwelt-Zerstörer Nr. 1

Es gibt einen neuen Bericht der UNO, welcher die Bevölkerung dazu anhält, den aktuellen Fleischkonsum zu überdenken und zu reduzieren. Werden keine Maßnahmen ergriffen, führe dies zu einem Verlust verschiedener Tierarten und zu einem Angriff auf die Ökosysteme. Laut UNO sind die Maßnahmen alternativlos.

Was kann man tun? Fleischkonsum stark reduzieren.

Aktuelle Studien haben ergeben, dass der heute herrschende Fleischkonsum weltweit den größten Beitrag zur Zerstörung der Natur leistet. Dies gilt für alle Fleischsorten, also auch für Bio-Fleisch. Die einzige Möglichkeit, dieser Zerstörung entgegen zu treten, ist der Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung. Dies geht aus einem Bericht von Unep sowie der Denkfabrik Chatham House hervor. Problematisch für die Natur sind vor allem die Industrien. Allen voran die Fleischindustrie, aber auch eine intensive Landwirtschaft verschärfe das Problem. So werden Lebensräume vernichtet und einer biologischen Vielfalt entgegen gewirkt. Die Auswirkungen der letzten 50 Jahre sind dabei beispiellos. Schuld an dem Dilemma ist, dass natürliche Ökosysteme für die Futtermittelproduktion herhalten müssen sowie auch Weideland.

Anteil der Landwirtschaft

Eine intensive Nutzung der Landwirtschaft stellt ein großes Problem dar. Vielfach werden sowohl Monokulturen als auch Pestizide verwendet. Dies führt langfristig zu einer Zerstörung der Böden. In der Folge müssen weitere Landflächen herangezogen werden. Auch benötigt die Fleischproduktion eine hohe Menge fossiler Energien so wie Wasser und Dünger. Je weiter die Nachfrage nach Billiglebensmittel. steigt, desto intensiver wird auch die Landwirtschaft betrieben. Dies alles wird auf dem Rücken der Tiere ausgetragen. Betroffen seien vor allen Dingen Säugetiere, Vögel, Insekten und mikrobielle Organismen. Die intensive Landwirtschaft führt zu einem Verlust des Lebensraums. Weiter gibt es auch negative Auswirkungen auf den Klimawandel. 30 % des Treibhausgases werden im Rahmen der Land Wirtschaft emittiert. Die Gefährdung der Säugetiere geht im Übrigen auch aus einem Bericht des BfN hervor.

Alternativen

Um den Effekt aufzuhalten beziehungsweise umzukehren, müssen die Menschen mehr auf eine pflanzliche Kost setzen. Insgesamt muss das Land besser geschützt werden und es gilt, eine umweltfreundlichere Landwirtschaft zu schaffen. Es muss vermieden werden, Milliarden Tiere einer intensiven Haltung zu unterziehen. Dieser Appell kommt von der privaten Forscherin Jane Goodall. Werden keine Maßnahmen ergriffen, so schwindet die Biodervisität. Durch die Zerstörung unserer Ökosysteme stehe am Ende auch der Verlust der gesamten Ernährung für die Bevölkerung.

Weitere Vorteile

Die Essgewohnheiten umzustellen bringt aber auch weitere Vorteile. So kann dies auch das generelle Pandemierisiko senken. Es gilt, wilde Tiere und Lebensräume zu schützen. Die aktuelle COVID-19-Pandemie zeigt, dass sowohl das Wohlbefinden von Tieren als auch von Menschen eng miteinander verbunden ist. Dies äußert Philipp Lymbery. Er ist Chef der Organisation Compassion in World Farming.

Empfehlung

Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass eine Verschwendung von Lebensmitteln entgegen gewirkt werden muss. Messungen ergaben, dass jeder Deutsche jährlich im Durchschnitt 80 kg Lebensmittel weg wirft. Dabei besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Wohlstand eines Menschen und der Menge des entsorgten Essens. Reichere Menschen werfen entsprechend mehr Lebensmittel weg und sind verschwenderischer. Im weltweiten Vergleich landet Deutschland hiermit auf Platz 9.


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