27.01.2020 I Bereich: Bauernhoftiere Ernährung

Theorie gut. Realität schlecht.

Politiker, Verbraucher und Medien sind sich einig. Alle wollen Fleischprodukte von Tieren, die artgerecht gehalten wurden, ein schönes Leben hatten, keinen Stress beim Transport zum Schlachthof, einen würdevollen, schmerzlosen Tod und wenn möglich natürlich Bio. Die Realität sieht anders aus. Die deutschen Discounter und Supermärkte (ALDI, Lidl, Edeka, REWE, Kaufland, Marktkauf, Penny & Co.) verkaufen weiterhin zu 88 % Billigfleisch, was die neuste Studie von Greenpeace belegt. Noch dazu in reichlich Plastik verpackt. Dieses Billigfleisch bedeutet Massentierhaltung, lange Tiertransporte, erhöhter CO2-Aussstoss, Plastikmüll und allem Voran, Tierleid. Diese billigen Fleischprodukte sind weit weg von dem, was alle angeblich wollen. An dieser Stelle die Frage, liegt es nun an den Supermärkten, die diese Produkte anbieten oder an den Verbrauchern, die weiterhin fleißig Billigfleisch kaufen?

Einige Worte von Greenpeace

Aktivisten von Greenpeace haben bundesweit gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. Damit wandte sich die NGO vor allem gegen die mangelnde Aufklärung der Verbraucher durch die Lebensmittelindustrie, etwa durch mangelnde Kennzeichnung. Gerade dies sei ein “wichtiger Schritt, um Tierschutz im Stall umzusetzen”, sagte Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. Laut der Organisation seien nicht die Verbraucher Schuld, sondern die mangelnde Aufklärung seitens der Industrie.

Eigentlich kaum zu glauben bei all den Gammelfleisch und Skandalberichten rund um die Fleisch- und Wurstindustrie der letzten Jahre. Wäre es notwendig, reale Fotos der Tiere auf die Verpackungen zu drucken, die in Massentierhaltung leben? Mit all ihren Verletzungen, engen Käfigen, Krankheiten, Lebensumständen, etc.

Es ist erschreckend wie viel unendliches Tierleid im Sortiment der Supermärkte steckt

Greenpeace hat das Fleischangebot von nein Lebensmittelanbieter untersucht, wie oben erwähnt, alle bekannten Discounter und Supermärkte. Die Organisation spricht von “prekären Viehhaltungsbedingungen”. Stefanie Töwe: “Von Tierwohl reden, aber das Sortiment mit Tierleid-Produkten zu bestücken, statt Bauern faire Preise für eine bessere Produktion zu zahlen, das passt nicht zusammen.”

Zu allem Übel, auch noch schlecht für die menschliche Gesundheit

Nicht zuletzt schadet Billigfleisch auch der eigenen Gesundheit, da die meisten Produkte kaum Nährwerte, dafür viel Antibiotika und schlechte Fette enthalten. Schon aus diesem Grund müssten eigentlich alle Verbraucher daran interessiert sein, gesunde Produkte aus artgerechter Haltung von lokalen Bauern kaufen. Auch wenn diese etwas teurer sind.