16.07.2020 I Bereich: Bauernhoftiere

Ausgeglichen und zutraulich – das New Hampshire Huhn

Ein Artikel über Die Rasse New HampshireHühner-Haltung leicht gemacht.Wer sein „täglich Ei“ mag, trifft mit diesem Vertreter der großen Hühner-Familie die richtige Wahl. Die Hennen sind pflegeleicht und legefreudig, der dazugehörige Hahn präsentiert sich ausgeglichen und selbstbewusst. Kaum zu glauben, dass die ruhigen Tiere ihre Wurzeln in der Kampf-Szene haben…

Aus New Hampshire um die Welt

Als direkte Vorläufer gelten die äußerst zutraulichen Rhodeländer – eine Rasse, die aus der Kreuzung asiatischer Kampf- und Haushühner hervorging. Ihr Erbe spiegelt sich im muskulösen Körperbau und einem ausgeglichenen Temperament der Hühner wider.

Wo die Rasse ihren Ursprung hat, ist leicht zu erraten: Hähne und Hennen der Bezeichnung „New Hampshire“ entstammen dem gleichnamigen US-Bundesstaat. Hier begannen Züchter Anfang des 20. Jahrhunderts gleichermaßen robuste wie pflegeleichte und wirtschaftlich interessante Tiere herauszuarbeiten.

Während sich die so entstehenden Hühner in ihrer Heimat großer Beliebtheit erfreuten, etablierten sie sich in Europa nur langsam. In Deutschland werden sie seit den 1950er-Jahren für ihre ökonomische Haltung geschätzt. Die Tiere liefern bei geringem Anspruch hohe Erträge und bilden eine ebenso attraktive wie friedliche Hühnerschar.

Klassisch geformte, mäßig bunte Rasse

Äußerlich sind New Hampshires unaufgeregt, aber keinesfalls langweilig. Hahn und Henne haben einen annähernd gleichen Körperbau, wobei männliche Tiere etwas gestreckter und größer sind. Sie erreichen ein Gewicht von 3 bis 3,5 Kilo und überbieten den Maximalwert von Weibchen damit um etwa 1.000 Gramm.

Trotz dessen wirken diese Hühner weniger kompakt als manch andere Rasse. Sie besitzen eine breite, tiefe, gut gerundete Brust und einen vollen wohlgeformten Bauch. Sowohl beim Hahn als auch bei der Henne steigt die Sattelpartie zum Schwanz hin recht steil an; die muskulösen Schenkel enden in geraden, glatten, gelben Läufen.

Die straff anliegenden Federn zeigen bei beiden Vertretern drei Farben. Ursprünglich goldbraune Hennen dürfen heute auch weiß oder rotbraun-blau gezeichnet sein. Beim Hahn sollen sich Halsbehang, Deckflügel und Sattel deutlich voneinander abheben und möglichst stark glänzen. Die Ohr- und Kehllappen sowie der Kamm leuchten rot; die Augen sind vergleichsweise groß und besitzen einen orange bis rot getönten Kranz.

Hühner mit besten Eigenschaften

Auf Grund ihres recht hohen Gewichts können die Hühner schlecht oder gar nicht fliegen, sodass sie sich im wahrsten Wortsinn gut halten lassen. Ihre Ausgeglichenheit und Zutraulichkeit macht sie zu idealen Haus- und Hoftieren. Darüber hinaus weisen New Hampshires einen stabilen Gesundheitszustand auf, der sie für die Außenhaltung optimiert.

Zur wohl herausragendsten Eigenschaft dieser Hühner zählt die überdurchschnittlich hohe Lege-Leistung der frühreifen Hennen: Im ersten Jahr liefert jede bis zu 220 große braune Eier; ab dem zweiten Jahr geht die Zahl auf etwa 160 Exemplare zurück. Da das New Hampshire nur selten selbst brütet, empfiehlt sich künstliche Aufzucht, die schnell wachsende, widerstandsfähige Küken hervorbringt.

Einige Bilder des New Hampshire Huhn