10.06.2021 I Bereich: Regional, Umwelt

Wwoofing: Leben und Arbeiten auf ökologischen Farmen

Land und Leute kennenlernen – davon träumen viele Reisende. Im Pauschalurlaub ist das kaum möglich. Doch es gibt Wwoofing. Wer körperliche Arbeit nicht scheut, kann ohne große finanzielle Rücklagen fremde Länder auf naturbelassene Weise entdecken. Klingt faszinierend, oder? Wir stellen das Prinzip hinter Wwoofing vor.

Was ist Wwoofing?

Arbeiten und Reisen – das Prinzip ist nicht neu. Work and Travel ist die bekannteste Form. Viele Abiturienten begeben sich auf diese Weise vor dem Studium auf eine Auslandsreise und verdienen sich den Aufenthalt in Australien und Co. durch Jobs vor Ort. Wwoofing ist aber noch spezifischer, denn hier arbeiten die Reisenden auf ökologischen Farmen oder Bauernhöfen.

Wwoof steht für “World-Wide Opportunities on Organic Farms”. Die Abkürzung wird auch oft für “Willing Workers on Organic Farms” verwendet. Die passende Aktivität dazu nennt sich WWOOFing.

Wie funktioniert das Reisen und Arbeiten?

Inzwischen gibt es ein großes Netzwerk an Farmen und Höfen, die es interessierten Menschen ermöglichen für eine begrenzte Zeit Erfahrungen auf einem Bauernhof zu sammeln. Entlohnt wird die Arbeit nicht – dafür gibt es freie Kost und Logis. Die Arbeit auf einem Hof ist hart, daher sollte kein Wwoofer diese Herausforderung unterschätzen. Aufgaben in der Landwirtschaft sind körperlich anstrengend und enden oft erst am späten Abend.

Wwoof: Das sind die Aufgaben

Wwoofer übernehmen in der Regel die Versorgung der Tiere, unterstützen als Erntehelfer oder assistieren bei Reparaturen. Handwerkliches Geschick sowie Tierliebe sind von Vorteil. Die Aufgaben unterscheiden sich von Hof zu Hof und jeder Reisende erhält auch eine Einführung. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Vorteile für die Farmer

Farmer erhalten auf diese Weise stets neue Arbeitskräfte, die Natur, Tier und Hofarbeit zu schätzen lernen. Sie können ihren Erfahrungsschatz weitergeben – und wer weiß, vielleicht ist ja ein geborener Farmer oder eine zukünftige Bäuerin darunter.

Vorteile für die Reisenden

Diese Erfahrungen kann einem niemand mehr nehmen. Durch die Hofarbeit ermöglichen sich die Interessenten fremde Länder zu bereisen, neue Menschen kennenzulernen und mit Nutztieren umzugehen.

Für den späteren Lebenslauf macht sich eine Wwoofing-Teilnahme gut. Bewerber zeigen damit Offenheit und dass sie keine Scheu vor internationalen Kontakten haben. Sich einer neuen Aufgabe zu stellen und harte Arbeit zu leisten, zeugt von Fleiß und Mut.

Wie kann man als Freiwilliger teilnehmen?

Wer Interesse hat, sich freiwillig zu engagieren und dabei fremde Kulturen zu entdecken, kann sich entweder an die WWOOF-Organisation wenden oder auf eigene Faust recherchieren. Auch deutsche ökologische Bauernhöfe machen mit. Die Organisation listet alle teilnehmenden Farmen auf und kann auch wichtige Fragen vorab klären.

Wie lange kann man Wwoofen?

Die Zeit ist auf ein Jahr begrenzt. Die Mitgliedschaft bei der Organisation geht auch über 12 Monate und kostet für eine Person 25 Euro.

Und hier noch ein paar Impressionen von Reisenden die Wwoofen:


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